Einstimmige Grundsatzentscheidung: Gemeinde Inden gibt ihre Kitas ab

Einstimmige Grundsatzentscheidung : Gemeinde Inden gibt ihre Kitas ab

„Heute ist ein historischer Tag“, mischte SPD-Fraktionsvor­sitzender Rudi Görke einen guten Schuss Pathos in seine Aussage zur Übertragung der Trägerschaft für die gemeindlichen Kitas auf die „Kindertagesbetreuung Kreismäuse AöR“, die er persönlich bedauert, auch wenn sie von der Fraktion mitgetragen werde.

Wert legt Görke darauf, dass das Personal bei der Übernahme ohne Schaden bestmögliche Konditionen erhält. „Diese Verantwortung können wir nicht übernehmen“, stellte er klar.

„Der Schritt ist unerlässich“, sagte Hella Rehfisch (Bündnisgrüne), die anfangs skeptisch war, deren meisten Bedenken aber ausgeräumt worden seien. Zudem werde so verhindert, dass bei den Kitas sonst eine Doppelfinanzierung erfolge.

Während CDU-Sprecher Olaf Schumacher die künftige zentrale Steuerung positiv erachtet, hob Heinz Bellen (UDB) auf den finanziellen Vorteil für die Gemeinde ab. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und dabei das Personal eingebunden, deren Besitzstandswahrung bei der Übertragung der Trägerschaft zugesichert worden sei.

„Wer A sagt muss auch B sagen“, äußerte sich auch Elmar Gasper (CDU), der nachfragte, was mit dem Grundstück in Lamersdorf geschehe. Man sei interessiert daran, die derzeitige Nutzung des Barzenhofes dauerhaft zu gewährleisten.

„Wir bleiben rechtlich Eigentümer“, stellte Bürgermeister Jörn Langefeld klar, dass der Barzenhof weiterhin in der Bilanz der Gemeinde bleiben wird.

Nach dem Grundsatzbeschluss zur Übertragung, den der Gemeinderat einstimmig verabschiedete, folgen die weiteren Maßnahmen zur dessen Umsetzung nämlich noch. Der weitere Ablauf der Gespräche zur Klärung von Detailfragen wird den Gemeindeverordneten noch mitgeteilt.

(ahw)