Aldenhoven: Gemeinde Aldenhoven unterhält 75 Kriegsgräber

Aldenhoven: Gemeinde Aldenhoven unterhält 75 Kriegsgräber

Otto Tanitz (24.8.1926-18.9.1944), Willi Schulze (20.8.1909-16.9.1944), Felix Hobus (4.3.1907-23.11.1944): Ihre letzte Ruhe haben sie auf dem Friedhof in Nidermerz gefunden. 17 weitere Steinkreuze zählt die kleine Kriegsgräberstätte des Dorfes.

Sie kamen an der Rurfront um, an der von September 1944 bis Februar 1945 heftige Kämpfe tobten, bis den alliierten Truppen der Übergang gelang.

Insgesamt sind in der Gemeinde Aldenhoven 75 „Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft” begraben, wie der offizielle Terminus lautet. Im Zentralort Aldenhoven sind 18 bestattet, in Schleiden 21, in Freialdenhoven 15 und in Dürboslar einer, listet Nadine Ruch vom Friedhofsamt auf.

Diesen Toten gewährt das Gräbergesetz des Bundes ewiges Ruherecht, um „der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in besonderer Weise zu gedenken und für zukünftige Generationen die Erinnerung daran wach zu halten, welche schrecklichen Folgen Krieg und Gewaltherrschaft haben”.

Mehr als 1,8 Millionen deutsche und ausländische Kriegstote des Ersten und Zweiten Weltkrieges ruhen auf Friedhöfen in der Bundesrepublik. In 7600 Städten und Gemeinden gibt es mehr als 12.000 Kriegsgräberstätten, Gräberfelder und Einzelgräber, auf denen Opfer des Krieges und der Gewaltherrschaft bestattet sind.

Der Bund hat die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder wiederum haben diese Aufgaben an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten, die Friedhofsträger, delegiert.

Die Gemeinde Aldenhoven erhält dafür einen jährlichen Pauschalzuschuss von rund 19 Euro je Einzelgrab. Unter dem Strich sind das rund 1400 Euro im Jahr.