Erneuter Überschuss: Gemeinde Aldenhoven schraubt die Gebühren teilweise zurück

Erneuter Überschuss : Gemeinde Aldenhoven schraubt die Gebühren teilweise zurück

Der Aldenhovener Rat hat die Gebühren für 2020 beschlossen. Kämmerer Michael Ossenkopp rechnet mit einem erneuten Überschuss am Ende des laufenden Haushaltsjahres.

Gute Nachrichten für die Bürger der Gemeinde Aldenhoven: Die Gebührensätze für 2020, die der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung jeweils einstimmig beschlossen hat, sinken leicht bei der Abfall- und Abwasserbeseitigung; beim Winterdienst sorgt die vom Kämmerer gebildete Gebührenausgleichsrücklage dafür, dass deren Höhe konstant bleibt.

Im einzelnen werden im kommenden Jahr für die 80 l-Restmülltonne 109,67 Euro (Vorjahr 118,03) bei vierwöchentlicher Leerung fällig, bei zweiwöchentlicher Leerung sind es 137,58 (146,98). Bei der 120 l-Restmülltonne sind es 206,37 Euro (220,47), bei der 240 l-Tonne 412,74 Euro (440,94) und beim 1100 l-Container 1891,74 Euro (2020,99). Geringer fallen die Gebührensenkungen beim Biomüll aus, wo das 120 l-Gefäß im kommenden Jahr mit 74,34 Euro (75,14) zu Buche schlägt und die 240 l-Tonne mit 131,90 Euro (133.50).

Einen Cent geringer als im laufenden Jahr fällt bei der Abwasserbeseitigung die Schmutzwassergebühr mit 4,05 Euro pro Kubikmeter Frischwasserbezug aus, während es bei der Niederschlagswassergebühr 0,83 Euro (0,84) pro Quadratmer Dachfläche sind. Beim Winterdienst beträgt die Gebühr wie im Vorjahr 0,21 Euro pro laufendem Meter. Allerdings ist die Ausgleichsrücklage mit der jüngsten Entnahme aufgezehrt.

Zuvor hatte der Gemeinderat einstimmig mit Wirkung zum 1. November Kämmerer Michael Ossenkopp zum Allgemeinen Vertreter von Bürgermeister Ralf Claßen bestellt. Dieser Schritt war nötig geworden, da im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung der bisherige Allgemeine Vertreter krankheitsbedingt in den vorzeitigen Ruhestand versetzt wurde. Artig dankte Ossenkopp, der fraktionsübergreifend hohes Ansehen genießt, dem Rat für das Vertrauen.

Bei der Stärkungspakt-Kommune berichtet der Kämmerer überdies in jeder Ratssitzung über die Ausführung des aktuellen Haushaltes, der sich bislang voll im veranschlagten Rahmen bewegt. Eine Ausnahme ist die Gewerbesteuer, wo Abrechnungen aus Vorjahren eine Mehreinnahme von rund 1,5 Millionen Euro ergeben. Planmäßig dagegen ist die Konsolidierungshilfe des Landes in Höhe von rund 315.000 Euro eingegangen, die sich damit über die vergangenen Jahre auf insgesamt gut 6,4 Millionen Euro summiert hat.

Geringere Personalkosten

Durch die Übergabe der gemeindlichen Kindergärten an die Kreismäuse hat es hier weniger Kreiszuwendungen und auch geringere Personalkosten gegeben, die aus dem Gemeindesäckel finanziert werden müssen. Aufgrund geringerer Asylzuweisungen sind hier die Landeszuschüsse ebenfalls zurückgefahren worden, doch sind auch die angefallenen Kosten geringer geworden. Da auch Sach- und Dienstleistungen sowie die Bewirtschaftungskosten im grünen Bereich liegen, geht Ossenkopp davon aus, dass die Gemeinde wie in den Vorjahren ein positives Jahresergebnis ausweisen wird.

Der weitere Zeitplan des Kämmerers sieht vor, dass der Bürgermeister den Haushalt 2020 in der November-Sitzung des Gemeinderates einbringen wird, so dass die Verabschiedung im Dezember folgen könnte.

(ahw)
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