Aldenhoven/Düren: FWG stellt Brökers Bestellung in Frage

Aldenhoven/Düren: FWG stellt Brökers Bestellung in Frage

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Aldenhoven bleibt bei ihrer „Empörung“ über die Bestellung von Jens Broeker zum Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Indeland GmbH, Düren. Gesellschafter der GmbH ist auch Aldenhoven.

Die FWG, so ihr Fraktionsvorsitzender Dieter Froning, habe bis zuletzt in den Sitzungen des Gemeinderates jegliche Zustimmung im Zusammenhang mit dieser Top-Personalie abgelehnt. Die FWG „stellt bis heute als einzige Aldenhovener Fraktion den gesamten Bestellungsprozess sowie die vertraglichen Vereinbarungen in Frage“.

Zu hohes Gehalt

So müsse, laut Froning, das Gehalt des Geschäftsführers im Verhältnis zur wirtschaftlichen Tätigkeit der Gesellschaft stehen und dürfe nicht länger als fünf Jahre fixiert sein. Dem Vernehmen nach ist Brökers Vertrag, wie berichtet, überarbeitet worden. Danach beinhaltet sein jetzt achtjähriger (vorher fünfjähriger) Vertrag ein Jahresgehalt von 150.000 Euro plus Dienstwagen und Direktversicherung. Der Passus, dass ihm nach Vertragsende noch bis zum Renteneintritt ein jährliches Beraterhonorar von 85.000 Euro gezahlt werden sollte, ist entfallen.

Unverständlich bleibt der FWG auch, dass trotz der desolaten Finanzlage der Gesellschafter-Kommunen für die kleine Indeland GmbH eine solch hohe Gehaltsverpflichtung über einen so langen Zeitraum eingegangen worden sei. Dass die GmbH diese Verpflichtung alleine nicht stemmen könne, zeige die Bereitschaft der Sparkasse Düren, für die ersten Jahre die Gehaltszahlung zu übernehmen.

Dieses Geld aus den Überschüssen des kommunalen Kreditinstitutes werde wiederum die Ausschüttung an den Kreis reduzieren, der sich diese Mindereinnahmen „in absehbarer Zeit versteckt und indirekt über die Kreisumlage bei den Bürgern holen“ werde, befürchtet Froning.

Auch beharrt die FWG darauf, dass die Position hätte ausgeschrieben werden und die Bewerber ein qualifiziertes Auswahlverfahren hätten durchlaufen müssen.

Doch dieses sei nicht gewollt gewesen. Der erste Anlauf zur Bestellung sei „ein Paarlauf von angeblicher rechtlicher Unkenntnis in den Gesellschafter-Gremien sowie einer ausgeprägten Dreistigkeit bei der Durchsetzung der geplanten Maßnahme“ gewesen.

Die nachträgliche Legalisierung der Bestellung durch weitere Gesellschafterbeschlüsse ändere an diesem Eindruck nichts. Ebenso bleibe der Eindruck bestehen, dass „ein verdienter SPD-Mann versorgt werden und aus CDU-Sicht ein Fraktionsvorsitzender der Opposition verschwinden sollte“, lautet das FWG-Fazit.

(gep)