Rödingen: Fürs Rödinger Prinzenpaar hat sich ein Traum erfüllt

Rödingen : Fürs Rödinger Prinzenpaar hat sich ein Traum erfüllt

Selten war ein Motto passender als das des Prinzenpaares der KG Rot-Gold Rödingen-Höllen. „Wunderbar, wunderbar, unser Traum in Rön wurde war“, hatten Prinz Fred II. (Schüller) und seine Prinzessin Micky I. das Erreichen des Ziels ihrer viele Jahre dauernden karnevalistischen Rundreise in Anlehnung an das Lied der Mundart-Gruppe „Räuber“ beschrieben.

Nicht nur die Heimat von Prinz Fred II. findet im Motto Ausdruck, sondern auch seine Liebe zum Karneval und ganz besonders die zu seiner Micky, mit der er 2011 zu diesem Lied den Hochzeitswalzer getanzt hatte. Zur Galasitzung hatte die KG ein Programm vorbereitet, das unter dem Motto „Met Volldampf jet et jeck op Jöck, sujar de Jeister spille verröck“ zeigen sollte, wie bunt der Karneval in Rödingen-Höllen sein kann.

Der Einzug des Elferrats mit Sitzungspräsident Björn Leinesser und des Prinzenpaares wurde herrlich farbenprächtig und schwungvoll durch die Begleitung und den folgenden Auftritt des Reiter-Korps Jan van Werth inszeniert. Die Jecken im Zelt ließen sich von der fantastischen Stimmung sogleich anstecken und gaben zu erkennen, dass sie absolut feierbereit waren.

Als erster Redner wusste der Petrijünger „Frank, de Jummibotz“ sein Publikum zu ködern und hatte die Lacher auf seiner Seite. Seit vielen Jahren sind die Tanzgruppen „Sterne“ und „Mouse“ und die Solo- und Paartänzerinnen der Stolz der KG und mit ihren Auftritten immer wieder Glanzpunkte im Programm.

Fetzige Musik muss so gespielt werden, dass ein ganzes Zelt zum Mitmachen animiert wird. Als relativ junge Band bewies „Paroli“, dass sie die richtigen Töne treffen und sorgte dafür, dass die Post so richtig ab ging. Mit Texten, die den Karneval und das ganze Drumherum auf eine liebenswürdige Art selbstironisch beschreiben und mit Ohrwurmsongs sorgte das Duo „Mi Hätz“ dafür, dass es stimmungsmäßig keine Pause gab.

Wunderbare Kostüme

Es war durchaus gewagt, mitten im Verlauf einer Karnevalssitzung eine eher etwas besinnliche Shownummer aufzubieten, wie die Interpretation des Disney-Musicals „Die Schöne und das Biest“ der „Narren und Piratengarde 2000 Vicht“. Das Wagnis wurde zu einem Riesenerfolg, denn die feiernden Röner Karnevalisten ließen sich schnell in die Magie der märchenhaften Liebesgeschichte hineinziehen und verfolgten gebannt die Akteure in ihren wunderbaren Kostümierungen auf der Bühne. Immer wieder wurde das tolle Spiel mit lautem Zwischenbeifall begleitet, zum Abschluss erfolgte tosender Applaus.

Dass Kölsch kein Dialekt, sondern eine eigenständige „Sproch“ ist, bewies „JP Weber“ nicht nur zur großen Freude der Kölsch-Fans unter anderem mit eigener Begleitung seiner Textbeispiele auf der legendären Süper-Flitsch“. Mit dem Lob, „das, was ihr hier zeigt, ist noch ursprünglicher Karneval“, hatte er die Jecken schnell auf seiner Seite. So schaffte er es auch, dass sie die Zugabe „Drenk doch ene met“ selbst sangen. Als local heroes waren die Akteure des Titzer Männerballetts „Plomaris“ ein Garant für heiße Bühnenaction und ein bedingungslos mitgehendes Publikum.

Alle Reserven der karnevalsbesessenen Besucher wurden mobilisiert, als die „Mennekrather“ Stimmungsband und einer großartigen Sitzung die Band „Miljö“ ihre Attacken aufs Gehör starteten und stimmungsmäßig noch eine Schippe drauflegten.

(jago)