Jülich: Fünftklässler entlarven Polizisten als Verkehrssünder

Jülich: Fünftklässler entlarven Polizisten als Verkehrssünder

„17 Fahrer waren nicht angeschnallt, darunter ein Polizist. Zwei Autofahrer haben telefoniert, zwei den Blinker nicht gesetzt, darunter wieder ein Polizist”, lautet das strenge Urteil einer Abordnung der Fünftklässler der Jülicher Realschule. Außerdem „sind vier Radfahrer freihändig und nicht auf dem Radweg gefahren”.

Im Rahmen der Aktion „Verkehrsbeobachtung” der Kreispolizeibehörde verfolgten sie mit Polizeioberkommissar und Verkehrssicherheitsberater Ralf Broichgans eine halbe Stunde lang das Verkehrsgeschehen an ihrem Schulumfeld am „neuralgischen Punkt” auf der Großen Rurstraße, nahe Hexenturm und Busbahnhof, wo zu allem Übel noch die Verkehrsampel ausgefallen ist.

In Kleingruppen wechselten sich die drei fünften Klassen in der Aktion ab und notierten das Ergebnis ihrer speziellen Einzelaufträge. Hierbei bot sich reichlich Gelegenheit, über Sinn und Zweck von Verkehrsvorschriften zu diskutieren und über eigene Erlebnisse und Unfälle zu berichten.

Die Beamten mussten sich mit Fragen zur Straßenverkehrsordnung auseinandersetzen, die von Fünftklässlern nicht unbedingt zu erwarten waren. Eine Aufarbeitung des Erlebten mit dem Verkehrssicherheitsberater in den Klassenräumen schloss sich dem Ortstermin an.

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