Jülich: Frühlingsmarkt lockt viele Gäste in den Stadtgarten des Brückenkopf-Parks

Jülich : Frühlingsmarkt lockt viele Gäste in den Stadtgarten des Brückenkopf-Parks

63 Aussteller inklusive der Gastronomiemeile fanden sich unter ihren strahlend weißen Zeltkuppeln zum dritten Frühlingsmarkt im Stadtgarten des Brückenkopfparks ein.

Veranstalter ist das Unternehmen „Junge Kreativ“ aus der Norbert Junge GmbH, das auch andere Märkte im Park ausrichtet. „Es sind jedes Mal ein paar Aussteller mehr“, freute sich Ansprechpartnerin Eva Latz. „Die Kartoffelspirälchen werden in Jülich heiß geliebt, auch der gelbe Citroën bei dem man Wein und Kaffee trinken kann“, fügte sie hinzu.

In der malerischen Piazza fielen vermehrte Sitzgelegenheiten ins Auge, die bei überwiegend schönem Wetter zur Verkostung des internationalen Angebotes einluden. Beim Rundgang durch die Angebotsmeile, eine ausgewogene Mischung aus kreativen Gartenartikeln und Dekorationen und hochwertigem Kunsthandwerk aus edlen Metallen, Hölzern und Fasern, fand sicher jeder unter den zahlreichen Besuchern seinen ganz individuellen Hingucker.

Etwa die „Upcycling Mode“ der Diplomdesignerin Ulrike Eddiks aus Reinheim, die alten Stoffen zu neuem Leben mit unverwechselbarem Charme verhilft. Zum Genre „Altes wird wieder modern“, passte unter anderem auch das Angebot des Aldenhovener Gold- und Silberschmieds Gerd Frank. Klangschalen werden aus sieben Metallen hergestellt, aus Kupfer, Zinn, Zink, Eisen, Blei, Gold und Silber, wie der interessierte Besucher am Stand von Heiderose Kolditz aus München lernte. Für jede Schale in alter Herstellungstechnik „arbeiten drei bis vier Leute zwei bis drei Tage in Nepal. Alle therapeutischen Heilbäder in Deutschland benutzen sie. Die Vibration nimmt den Schmerz weg“, erfuhr der Gast weiter. Eine Anleitung in fünf Schritten für den Schmerzgeplagten lag dem großen Klangschalensortiment bei, das ganz nebenbei auch zum Musizieren geeignet ist.

Handgemachte Duftkerzen

Erwähnenswert ist auch das auf dem Frühlingsmarkt neue Angebot handgemachter Duftkerzen aus Sojawachs, die mit ihrer Vielzahl natürlicher dekorativer Elemente wie Zimtstangen, getrockneten Orangenscheiben, Rosenblüten oder Kaffeebohnen besonders zum Kauf lockten.

„Gegen Wühlmäuse und Maulwurf“ stand auf einem großen gelben Werbezettel am riesigen Blumenzwiebelstand aus Holland, der zudem mit „extra winterharten“ Edelphlox oder der afrikanischen Liebesblume „Agapanthus“ aufwartete, die als bereits hochgewachsene Pflanze mit hellblauen Blüten beeindruckte.

Zum Thema Frühling passten auch massive Holzmöbel für den Außenbereich, fantasievolle Pflanzgläser oder -ampeln auf geschwungenen Metallständern und Bronze- und Stahlskulpturen, jede ein Unikat. Insgesamt reichte die Palette von handgenähter Kleidung über Halbedelsteine bis hin zu Geschirr aus Olivenholz, Rapskissen und Insektenhotels. „Zehn bis zwölf Aussteller sind von Tag eins dabei und fühlen sich wohl. So ein Markt muss sich erst mal etablieren“, sagte Eva Latz. Der Besucherzustrom war — zumindest bis zum Gewitter am Sonntag — groß.

(ptj)