Frischer Wind beim Dozenten-Konzert der Musikschule Jülich

In der Schlosskapelle : Frischer Wind beim Dozenten-Konzert der Musikschule

Ein hochkarätiges Angebot unterbreiteten die Dozenten der Musikschule Jülich bei ihrem Konzert in der Schlosskapelle. Das Programm war spannend und abwechslungsreich. Als Überraschungsgast begeisterte ein Gitarrist, der sein Instrument meisterlich beherrscht.

Leider fanden nur wenige Zuhörer den Weg in Jülichs Schlosskapelle, um der Einladung der Musikschule Jülich zu folgen. Als Neujahrsgruß präsentierten einige Dozenten ein spannendes Konzertprogramm, bei dem sie von ihren Ensemblemitgliedern, Partnern und Freunden unterstützt wurden. Auf dem Programm standen neben Klassik auch eigene Kompositionen und Bearbeitungen, die verschiedenste Genres bedienten und die Sonntagsmatinee zu einem besonderen Ereignis machten. Der stellvertretende Schulleiter Klaus Luft begrüßte die Gäste herzlich und moderierte das erste Ensemble an.

Das Helicon Trio, bestehend aus Susanne Trinkaus (Viola), Jeremy Hulin (Klarinette) und Tomoko Yoneynama (Klavier), musizierte zu Beginn zwei Stücke aus dem Op. 83 von Max Bruch. Das farblich besonders aparte Werk gehört zu den acht Stücken des Komponisten für diese Besetzung. Gerade der Zusammenklang der Instrumente, der warme Klang der Viola mit der weichen Klarinette und dem perlenden Klavier machten den Charme des Werkes aus.

Der erste Satz wurde klangintensiv melodisch und der zweite Satz seinem Charakter entsprechend überaus lebhaft und spritzig musiziert und weckte die Vorfreude auf das Konzert des Trios am nächsten Wochenende in der Schlosskapelle.

Verbindung zur Klassik unter Einbindung von modernen, jazzigen Elementen bot die Pianistin Elena Kelzenberg. Improvisationen zu Bach und eine eigene Komposition zu Themen von Tschaikowski und Swiridow gaben der temperamentvollen Pianistin Gelegenheit, ihre Virtuosität zu beweisen.

Ein Holzbläserquartett mit Birgit Bergk (Querflöte), Anke Grotz (Oboe), Joachim Locker (Klarinette) und Friederike Nesselrode (Fagott) bot verschiedene, teils bearbeitete gefällige Kompositionen, bei denen vor allem die Sätze der „Trois pièces pour une musique de nuit“ begeisterten. Erfrischend munter war auch die Interpretation der „Mushrooms“ von Mussorkski und „Rialto Ripples“ nach Gershwin. In perfektem Klang und Zusammenspiel begeisterte auch dieses Ensemble. 

Professor für Jazzgitarre 

Überraschungseffekt hatte der Auftritt des Gitarristen Frank Wingold, Professor für Jazzgitarre in Osnabrück, der sein Instrument meisterlich beherrscht. Seine eigenen Improvisationen über Duke Ellingtons „In a sentimental mood“ waren seitens Virtuosität, Musikalität und Intensität der Präsentation von Weltklasse.

Mit der Sängerin Martina Gassmann zusammen brachte das Duo Songs in einer Bearbeitung zu Gehör, deren Zuschnitt auf Sängerin und Gitarristen perfekt war. Rockige und jazzige Elemente wechselten in intensiv erarbeiteten Passagen.

Die Texte, teilweise aus den Gedichten der Sängerin stammend, waren aussagekräftig und tiefgründig.

Die Zuhörer erlebten ein Konzert, das Einblick in das virtuose Instrumentalspiel und gesangliche Können einiger Dozenten der Musikschule gab. Neben ihrer Tätigkeit und ihrem Engagement für die Schülerinnen und Schüler der Musikschule Jülich war dies Konzert eine gute Gelegenheit, sie in Ensembles und als Solisten kennen zu lernen. Das Publikum spendete begeistert viel Applaus.

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