Linnich: „Fremdwasser“ Problem in Linnicher Kanälen

Linnich: „Fremdwasser“ Problem in Linnicher Kanälen

Ein weiteres Mal beschäftigte die Problematik von Fremdwasser im Regenwasserkanal, der in der Vergangenheit zu Überschwemmungen in der Linnicher Innenstadt geführt hatte, am Donnerstag den Werksausschuss. Bis zwei Tage vor der Sitzung reichte die aktuelle Messreihe des Ingenieur-Büros Fischer, deren Ergebnis und Folgerungen dem Ausschuss präsentiert wurden.

Um das Problem einzugrenzen, befassten sich die Messungen mit dem Schwerpunktgebiet Bleeck. Als Messpunkte zur Bestimmung der Durchflussmengen im Kanal waren der Drosselübergang am Regenüberlaufbecken Welz und das Ende der Kanalstrecke hinter dem Abschnitt Bleeck gewählt. Für die Auswertung wurden auch die Niederschlagsmengen in dem untersuchten Zeitraum herangezogen.

Während am Überlaufbecken die Wirkung der Drossel sichtbar wird, die den Abfluss in den Kanal 35 Liter pro Sekunde begrenzt, betragen die Zuflüsse im Bereich Bleeck in der Spitze 50 Liter/s. Bei einem Starkregenereignis im Sommer sei sogar mit weitaus höheren Fremdwasserzuflüssen zu rechnen, konstatierte der Experte. Der hatte hochgerechnet, dass das zusätzliche Volumen einem angeschlossenen Grundstücksfläche von rund 10.000 Quadratmetern entspricht, die indes dort nicht vorliegt.

Vermutungen gehen nun dahin, dass Drainagen oder Fehlanschlüsse dazu führen, dass Wasser in den Regenwasserkanal gelangt, das dort nicht hingehört. Beigeordneter Hans-Josef Corsten kündigte an, dass im nächsten Schritt die Kontrolle der Hausanschlüsse ansteht.

(ahw)