Jülich: Freifunker bauen in Jülich ein offenes WLAN

Jülich : Freifunker bauen in Jülich ein offenes WLAN

Unlängst haben die Jülicher Freifunker berichtet, dass die Stadt Jülich in der Innenstadt für das Publikum kostenloses WLAN anbieten wollte, dies aber die Stadt Geld kostet, was sie nicht habe. Der Verein Stadtmarketing Jülich lobte deshalb 3000 Euro als Anschubfinanzierung und zusätzlich einen Betriebskostenzuschuss aus.

Eine Bürgerinitiative hat im Februar 2015 mit dem Aufbau des Freifunknetzes begonnen, das natürlich auch Geld kostet, das aber die Bürger selbst aufbringen, indem sie die ungenutzte Bandbreite ihres Internetanschlusses ans Freifunk-Netz abgeben.

Das Publikum kann dieses Intranet barrierefrei nutzen, d.h., passwortfrei, kostenlos, werbefrei und bundesweit.

Wie gut ist hier das Freifunk-Netz heute? Gemessen an dem Wohlstand in Jülich, dem geballten Potenzial an wissenschaftlicher Intelligenz und erwiesener Empathie in so zahlreichen Bürgerprojekten haben die Freifunker sich gewundert, warum es mit dem Freifunk-Netz nicht flotter voran geht, Hilfe gesucht und gefunden beim Referat für Digitale Gesellschaft und Medienkompetenz der Staatskanzlei NRW.

Dort findet man die Idee von Freifunk klasse und sieht ebenso wie die Freifunker den Weg zu dessen Erfolg in der aufgeklärten digitalen Gastfreundschaft: Nur gastfreundliche und kundige Bürger können ihr Bürger-Freifunk-Netz selber bauen, ähnlich dem Bürger-Bus. So lautete der bewilligte Antrag: „Bürger bauen Freifunk in Jülich aus, nachdem sie in Workshops und mit einem öffentlichen Selbstlernsystem die Fähigkeit dazu erlangt haben.“

Zum Workshop „Programmierung, Aufbau des Freifunkrouters“ laden die Freifunker Lernwillige ein für Donnerstag, 25. Januar, 18.30 Uhr, in die Dachsteinhütte, Merkatorstraße 31. Am Mittwoch, 7. Februar, folgt der Workshop: „Feinstaubmessgerät bauen, anmelden, installieren und Messwerte mittels Freifunk veröffentlichen.“ Anmeldung über kontakt@freifunk-juelich.de ist erforderlich.

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