Inden: Freie Fahrt zwischen Inden und Merken

Inden: Freie Fahrt zwischen Inden und Merken

Mit der L 12n zwischen Inden und Merken ist seit Mai in Rekordzeit eine 3,2 Kilometer lange Straße gebaut worden, die auch den Raum Schophoven während des voranschreitenden Tagebaus an den Zentralort anbindet.

Bevor Tagebaudirektor Arthur Oster, Landrat Spelthahn und ihre fünf Helfer (!) zur Schere griffen, um zur offiziellen Freigabe ein Band zu durchschneiden, erinnerte der Landrat an den Symbolgehalt, der dieser Verbindung innewohnt, denn es gelte, im Indeland die Kräfte zu bündeln, um eine historische Chance zu nutzen und die Zukunft zu gestalten.

Indens Bürgermeister Ulrich Schuster lobte, dass der Bau der Straße, die in weiten Teilen parallel zur Autobahn verläuft, so schnell und glatt gegangen sei. Einziger Wermutstropfen sei, dass die Anbindung an die A 4 in Gestalt der Anschlusstelle Luchem noch fehlt, die über die neue Straße erfolgt.

Tagebaudirektor Oster skizzierte die Bedeutung der neuen Verkehrsverbindung, die den Abbau von rund 0,4 Milliarden Tonnen Braunkohle freimache, die bis 2030 den Betrieb des Kraftwerks Weisweiler sicherstellten, das immerhin drei Prozent des deutschen Strombedarfs decke.

Bei einem kurzen energiepolitischen Exkurs betonte Oster, dass Kohle und Gas das Rückgrat der Energieversorgung blieben und noch genügend heimische Braunkohle „für die nächsten 200 Jahre” zur Verfügung stünde. Die solle allerdings nicht im Kreis Düren abgebaut werden, ergänzte Landrat Wolfgang Spelthahn.

Mehr von Aachener Nachrichten