Freialdenhovens Formkurve steigt wieder

Fußball-Mittelrheinliga : Formkurve der Borussia steigt wieder

Nach einem kleinen Zwischentief zeigt die Formkurve von Fußball-Mittelrheinligist Borussia Freialdenhoven wieder nach oben. Gegen „Schlusslicht“ SSV Merten bedurfte es einer konzentrierten und auch engagierten Leistung. Vor allem aber bedurfte es Geduld. Alles bewiesen die Borussen und siegten demzufolge glatt 3:1 (1:0).

Trainer Wilfried Hannes sprach hinterher von einem Arbeitssieg. „Merten war sehr bemüht und zeigte auch viel Willen“, attestierte der Ex-Profi den gegnerischen Spielern eine gute Leistung. Die reichte indes am Ende nicht, weil seine Schützlinge einfach besser waren an diesem Tag.

Von Anbeginn übernahm Freialdenhoven auf dem eigenen Kunstrasenplatz die Führung. Nach kurzer Abtastphase begannen die Angriffe auf das Mertener Tor, wo Yannik Bültena zwischen den Pfosten eine sehenswerte Vorstellung bot. Zu diesem Zeitpunkt stand die Mertener Abwehr noch sicher, auch wenn ein laufstarker Alain N’goua auf der linken und ein ebenfalls flinker Yannick Kuhnke auf der rechten Seite wiederholt durchkamen. Aber der Pass in die Mitte oder die Flanke in den Strafraum fanden keinen Mitspieler.

Gefährliche Angriffe der Gäste sahen die Zuschauer an diesem windigen Nachmittag allerdings auch keine. Bei der Führung half der Wind kräftig mit, denn die Kopfballverlängerung von Alexandru Daescu nach einem Eckball von Patrick Rubaszewski ließ den Ball hoch in Luft steigen. Der Wind trieb das Leder dichter vor das SSV-Tor, Kuhnke reagierte am schnellsten und drückte mit einer akrobatischen Leistung per Kopf den Ball über die Torlinie. Bezeichnend ist der gute Torinstinkt des Rechtsaußen. Danach allerdings passierte – abgesehen von einer weiteren artistischen Einlage von Kuhnke – nicht viel, so dass manch ein Zuschauer bange Kommentare zum besten gab.

Nach dem Wechsel drückte Merten aufs Tempo und hatte auch deutlich mehr vom Spiel. Wiederholt sorgten Eckbälle für Verwirrung im Borussen-Strafraum. Mit Willen und vereinten Kräften wurden sie Situationen entschärft. Das 2:0 nach einem Handspiel im Strafraum besorgte Kevin Kruth mit dem sicher verwandelten Elfmeter. Warum allerdings Freialdenhoven nach dem unmittelbaren Wiederanpfiff einen strammen Distanzschuss eines SSV-Spielers zuließ, blieb ein Geheimnis.

Der Ball wurde so abgefälscht, dass Torhüter Tobias Werres ihn nur noch abklatschen konnte. Boris Kivoma reagierte am schnellsten, und plötzlich war die Partie wieder offen. Erst die Übersicht von Mark Szymczewski brachte die Entscheidung. Sein kluger Pass von der linken Seite zurück zu Kuhnke stellte den so frei, dass er gezielt am rechten Pfosten das 3:1 besorgte.

„Nur als klitzekleine Kritik muss ich heute feststellen, dass wir zu selten vom Flügel den Ball gezielt in die Mitte gebracht haben“, lobte Trainer Hannes seine Akteure.

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