Freialdenhoven: Freialdenhoven landet hart im Liga-Alltag

Freialdenhoven : Freialdenhoven landet hart im Liga-Alltag

Der Pokalhit ist Vergangenheit, die Meisterschaft rückt wieder in den Vordergrund. Die Umstellung fiel Borussia Freialdenhoven merklich schwer. Gegen den angereisten TSC Euskirchen klappte das noch gar nicht. Freialdenhoven kassierte am Wochenende die höchste Niederlage in dieser Saison, das 1:4 (1:1) entsprach den Unterschieden auf dem Platz.

„Wir haben überhaupt keinen Zugriff mehr bekommen“, ärgerte sich Trainer Wilfried Hannes hinterher. Seine Mannschaft hatte durchaus engagiert und motiviert begonnen, mit zunehmendem Spielverlauf jedoch deutlich nachgelassen.

Die Gäste ihrerseits standen stets sehr dicht bei ihren Gegenspielern, die dann viel Mühe bei der Ballannahme und weiteren Kontrolle hatten. Euskirchen spielte aggressiv und versuchte, mit langen Pässen die Abwehr der Borussia auszuhebeln. Das klappte auch hervorragend in der 19. Minute. Ein schnelles Dribbling über die rechte Seite, ein schöner Flachpass vor der Tor der Borussia, ein bisschen Mithilfe von der Verteidigung, und Stefan Ristovski hatte wenig Mühe, den Ball einzuschieben.

Leidtragender an diesem Tag war Tobias Werres, der an allen Treffern keine Schuld hatte, wohl aber selbst im Laufe des Spiels mit Unsicherheiten dazu beitrug, dass die allgemeine Stimmung keineswegs auf Sieg eingestellt war.

Das Potenzial blitzt auf

Ein einziges Mal zeigte die Borussia ein wenig von dem Potential, mit dem sie unter der Woche dem Drittligisten Fortuna Köln über lange Zeit Paroli geboten hatte. Da nahm sich Luca Fadel ein Herz, zog an drei Gegenspielern vorbei und bediente Pascal Schneider auf dem Flügel. Ob dessen Schuss als Flanke gedacht oder als Torschuss geplant war, spielte keine Rolle mehr, als der Ball sich über die Fingerspitzen von Torhüter Marco Hoeschel ins Euskirchener Gehäuse senkte.

Die Hoffnung auf eine erwachte Borussia erfüllte sich indes nicht. Nur eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff leistete sich die Abwehr einen krassen Abspielfehler, den Rico Rollepatz souverän nutzte, um die Gäste erneut in Führung zu bringen. „Dieses Tor hat uns das Genick gebrochen“, analysierte Hannes. Danach schien die Mannschaft nicht wirklich an einen Sieg zu glauben.

Dabei kontrollierte Freialdenhoven immer wieder den Ball, stürmte nach vorne, blieb jedoch stets an der Strafraumgrenze hängen. Die sich daraus entwickelnden Konter des TSC führten dann noch zweimal zu Gegentoren, bei denen routinierte Verteidiger ausgespielt wurden und die Abstimmung völlig verloren war.

Die Treffer von Burim Mehmeti (53.) und Mohamed Dahas (73.) zeigten vor allem, dass der Wille zur Abwehr kaum mehr vorhanden war. Die Niederlage entsprang somit weniger der Physis, sondern war in erster Linie mental begründet.

(tm)
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