Jülich: Förderverein fürchtet um Freibadgelände

Jülich: Förderverein fürchtet um Freibadgelände

Es gibt nichts Neues in Sachen Schwimmleistungszentrum, musste der Vorsitzende des Fördervereins Freibad Jülich, Jochen Borell, bei der Mitgliederversammlung des Vereins im Mehrzweckraum des Erweiterungsbaus Gymnasium Zitadelle verkünden.

Mit Bestürzung war Anfang des Jahres festgestellt worden, dass beim derzeitigen Bebauungsplan große Teile des Freibadgeländes mit einbezogen worden sind und sich daraufhin umgehend mit allen Fraktionen des Rates in Verbindung gesetzt.

Dies könne man nicht gutheißen, da vorab besprochen worden sei, den Charakter des Bades und damit auch die Grundstücksfläche weitgehend unangetastet zu lassen. Man habe daher Protest angemeldet und seither nichts mehr gehört.

Kontakt zur Kommunalpolitik

Joseph Krott, der von der Kreistagssitzung direkt in die Versammlung gekommen war, berichtete weiter, dass sich zwei Investoren für das Projekt Schwimmleistungszentrum gefunden hätten. In allernächster Zeit solle die Entscheidung fallen, mit wem der Bau angegangen werde.

Allerdings dürften die geplanten Kosten die vorher festgelegten 5,1 Millionen Euro nicht überschreiten. Könne dies zugesichert werden, stehe seiner Meinung nach dem Bau nichts mehr im Wege. Deshalb will der Vorstand des Vereins noch einmal Kontakt zu den Kommunalpolitikern aufnehmen. Ansonsten, so Borell, könne man nichts weiter tun, als abwarten.

In dieser Situation gab es auch beim Verein selbst keine großen Neuigkeiten. Borell stellte mit Andreas Kayser den neuen Ansprechpartner der Stadtwerke vor. Kurz ging man auf die Badesaison 2011 ein. Am 1. Mai soll das Freibad öffnen. Die Vorbereitungen laufen und alles sollte rechtzeitig fertig sein. Am Mittwoch, 20. Juli, wird es für Schülerinnen und Schüler wieder eine Ferienstartparty geben.

Handlungsbedarf, so die Mitglieder, bestehe allerdings bei der Regelung der Öffnungszeiten des Kiosks. Er sollte verlässlicher öffnen. Günter Moersch wurde darüber hinaus mit der Instandsetzung des Beachvolleyball-Feldes betraut. Außerdem beschloss man, sollte sich Bedarf abzeichnen und es zu Problemen im Bad kommen, zeitweise einen Securitydienst zu beauftragen.

Im vergangenen Jahr habe es manchmal Schwierigkeiten mit Jugendlichen gegeben. Geld sei genug vorhanden, da durch den zu erwartenden Bau des Zentrums immer noch Planungsunsicherheit herrscht. Deshalb wurden auch die Mitgliedsbeiträge für 2011 noch einmal ausgesetzt.

Zügig wurde die Satzungsänderung verabschiedet. Sie enthält keine wesentlichen Änderungen. Es waren nur Formalien. Sie wurde an die Mustersatzung des NRW Justizministeriums angepasst. Ebenso schnell wurden Claus Maas und Günter Moersch als Beisitzer sowie Elfriede Krüger als Schriftführerin bestätigt.