Jülich: „Fest der Kulturen” bietet Kulturelles und Kulinarisches

Jülich: „Fest der Kulturen” bietet Kulturelles und Kulinarisches

Menschen aus 105 Nationen haben in der Herzogstadt ihr Zuhause, leben in ihr, gehen hier zur Arbeit. Viele kennt man persönlich als liebenswerte Nachbarn, andere hingegen zeigen sich eher scheu und bevorzugen die Zurückgezogenheit.

„Diese Vielfalt bietet einen enormen Reichtum und kulturelles Potential. Sie macht aus Jülich eine weltoffene internationale Stadt”, sagte nun Katarina Esser vom Amt für Kinder, Jugend und Sozialplanung anlässlich der Vorstellung des „Fest der Kulturen”, das auf dem Marktplatz und an weiteren Orten veranstaltet wird.

Unter Federführung ihres Amtes begannen zwölf Mitarbeiter des Projekts „Integration gemeinsam gestalten” die dort entstandene Anregung zum Kultur(en)fest in konkrete Planungen umzusetzen.

In deren Verlauf stießen weitere Vertreter von Migrantengruppen, Ratsfraktionen, Einzelpersonen und nicht organisierte Gruppen zu den Planungen. Inzwischen sind es 40 ehrenamtlich Aktive aus 27 Nationen, die mit Hochdruck und begeisternder Energie am gemeinsamen Großprojekt arbeiten. Anne Gatzen gab einen Einblick in die geplanten Aktivitäten.

Jia Zi, Bubica und Empanadas

Auf dem Marktplatz werden Traditionen aus der ganzen Welt mit Liedern und Folklore, Informationen, Speisen und Gewürzen, Kunst und Kunsthandwerk, Handarbeiten, Schmuck und Tempeltanz präsentiert. Kinder dürfen sich auf die Malmaschine, Rastazöpfeflechten, Ess-Stäbchen-Spiel und viele andere Aktivitäten freuen.

Eine ganz besondere Attraktion wird die „Schlemmermeile” sein, auf der kulinarische Köstlichkeiten wie zum Beispiel Jia Zi, Bubica, Empanadas, Pleskavica oder Pelmeni angeboten werden. „Ich glaube, es lohnt sich fast, mit Aufbewahrungsbehältern ausgerüstet die Erkundung anzutreten, da man leider gar nicht alles probieren kann, was zum Verzehr bereit stehen wird”, seufzte Anne Gatzen schmunzelnd in Erwartung des bevorstehenden Genusses.

Musikalische Weltreise

Im Foyer des Alten Rathaus stellt die chilenische Künstlerin Ruth Gonzales erstmals ihre Werke aus, Ernesto Marques wird seine Galerie in der Elisabethstraße neu eröffnen. Der Sitzungssaal lädt zum Verweilen bei der Vorführung landeskundlicher Dokumentationen ein, das Literaturcafé wird zum Vortragsort von Gedichten und Geschichten in Originalsprache und deutscher Übersetzung.

Auf der Hauptbühne treten erstklassige Musiker mit ihren interkulturell ausgerichteten Bands auf. „Velvet Vagabonds”, „PIKhouse” und „Kleopatra” werden auf eine fantastische musikalische Weltreise zum Mitträumen einladen. „Es wird ein Fest, bei dem jede einzelne Aktion zu einem Highlight wird”, versprachen die Organisatoren bei der Vorstellung.

Auf jeden Fall wird es eine Chance zum besseren Verständnis und zum Schließen neuer Freundschaften, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Ein Treffen von 27 Nationen

Termin: Samstag, 26. September, 11 bis 21 Uhr, Marktplatz, in Jülich.

Veranstalter und Programmgestalter: Amt für Kinder, Jugend und Sozialplanung der Stadt Jülich (Leitung), alle Migrantenselbstorganisationen, Städtisches Familienzentrum „Hand in Hand”, Familienzentrum der evangelischen Kirchengemeinde, Historische Gesellschaft Lazarus Strohmanus, Fachhochschule Aachen, Campus Jülich sowie Freshman Institut, Sozialdienst katholischer Frauen, Engagierte Einzelpersonen mit Migrationshintergrund, Unterstützung durch „Kultur ohne Grenzen e.V.”.