Aldenhoven: FDP kritisiert die „unverschämte Gleichgültigkeit”

Aldenhoven: FDP kritisiert die „unverschämte Gleichgültigkeit”

Die SPD und FDP in Aldenhoven haben nach dem erneuten Hochwasseralarm in Engelsdorf die in Gemeinde und Kreis regierende CDU kritisiert. „Warum ist bisher nichts getan worden?, fragte am Dienstag der SPD-Fraktionsvorsitzende Udo Wassenhoven.

„Warum fällt das jetzt drei Wochen vor den Wahlen ein?”, obwohl die Aldenhovener Ortschaft seit 1997 mehr oder weniger regelmäßig von Überschwemmungen heimgesucht werde.

Wassenhoven erinnerte daran, dass die Christdemokraten Josef Wirtz, seit vier Jahren Landtagsabgeordneter, Wolfgang Spelthahn, seit zehn Jahren Landrat, sowie Wolfgang Klems und Heinz-Jakob Sauer, seit zehn Jahren Ortsbürgermeister in Dürboslar bzw. Engelsdorf, schon länger in der politischen Verantwortung stünden, und die CDU Aldenhoven sei schon seit immerhin 15 Jahren an der Macht.

Der Aldenhovener FDP-Vorsitzende Willi Zander sprach am Dienstag sogar von „der unverschämten Gleichgültigkeit” gegenüber diesen Bürgern, die auch Steuern und Abgaben zahlten, deren Keller aber seit Mai 2008 nun schon zum vierten Mal voll Wasser gestanden hätten.

Obwohl Aldenhoven pleite sei, werde gleichzeitig Geld für „wichtigere Projekte” ausgegeben oder etwa als Umlage an den Kreis Düren überwiesen, erklärte der Aldenhovener Chef-Liberale. Und fügte hinzu, dass Millionen und Abermillionen Euro im Kreis und im Land „verplempert” würden, so dass für dringende unbedingt erforderliche Maßnahmen zum Schutz von Menschen und deren Eigentum keine Mittel mehr zur Verfügung stünden. Und daher müsse jetzt nach Lesart der Christdemokraten der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) „ran”. Aber den WVER, so unterstrich Zander, „gibt es ja nicht seit neulich”.

Die Verantwortung werde auf den Wasserverband abgeschoben, kritisierte Wassenhoven. Der Vorsitzende des WVER-Verwaltungsrates sei aber der Dürener Bürgermeister Paul Larue (CDU).