Jülich: Fast schon ein Heimspiel für Cat Ballou im Talbahnhof

Jülich : Fast schon ein Heimspiel für Cat Ballou im Talbahnhof

Die Gruppe Cat Ballou ist in den vergangenen Jahren zu einer Größe unter den kölschen Bands geworden und konnte zahlreiche Hits in den Charts platzieren. Bereits 1999 gegründet, haben sie sehr früh im Durchschnittsalter von zwölf Jahren angefangen, Musik zu machen.

Ihren musikalischen Durchbruch hatte die Band 2012 mit dem Titel „Es jitt kei Wood“ und seitdem sind sie aus der kölschen Musikszene nicht mehr wegzudenken. Bei ihren Touren haben sie auch schon des Öfteren im Jülicher Land Station gemacht, teils während der Karnevalssession, teils, um gezielt Konzerte für ihre Fans zu geben. „Wir kommen sehr gerne hierher und fühlen uns in Jülich fast schon heimisch und deshalb spielen wir diesmal auch gerne zwei Konzerte hier im Kuba“ betonten Sänger und Gitarrist Oliver Niesen und Keyboarder Dominic Schönenborn zu Beginn eines äußerst kurzweiligen Abends.

„Es ist immer etwas Besonderes, nach der Karnevalssession ein eigenes Konzert zu spielen und zu sehen, dass all die Leute nur für uns kommen“, berichtet auch Johannes Herold, der den Tourbus steuert und den Fanartikelstand betreut. Als Verstärkung für die zwei Jülicher Konzerte hatten Cat Ballou Gitarrist Yannick Richter als Verstärkung dazu geholt.

Das Jülicher Konzert begann auch direkt mit „Zosamme sin mir nit allein“ und die Fans im ausverkauften Saal des Kuba konnten von Anfang an jede Textzeile mitsingen. Passend zur Tour zum aktuellen Album wurde natürlich der Titelsong „Mer fiere et Levve“ angestimmt und nach „Immer immer widder“ wurden Urlaubsklänge gespielt mit einer Reise „Ant Meer“. Auch das Wetter wurde besungen bei „Nit us Zucker“ und natürlich wollten bei der Stimmung alle „He nit weg“.

Da mittlerweile viele Nachwuchsbands versuchen, in der Musikszene Fuß zu fassen, wollten Cat Ballou auch einem echten Newcomer die Chance bieten, vor großem Publikum zu spielen. Die Kölner Formation Plansche-Malöör konnte das Publikum direkt mit seinen Songs begeistern und durfte die Bühne nicht ohne Zugabe verlassen.

Die Liebe zu ihrer Heimatstadt ist das ganz große Thema von Cat Ballou und sie brachten das auch zum Ausdruck mit „Liebe Deine Stadt“, „König meiner Stadt“ und natürlich dem Klassiker „Et jitt kei Wood“, das auf Wunsch des Publikums deutlich verlängert gespielt wurde.

Musikalische Maschinen

Zwischendurch fand eine angeregte Konversation zwischen Band und Publikum statt und Dominic Schönenborn hatte seinen Soloauftritt mit dem Titel „Do un ich“. Weitere Klassiker des Abends waren „Hück steiht de Welt still“ und „De Stääne stonn jot“ und mit dem „Danzroboter“ wurde gezeigt, dass auch Maschinen musikalisch sein können.

Als Zugabe gab es dann als besonderes Highlight den Song“Su noh“, der auf dem im September erscheinenden neuen Album vertreten ist, sowie den Titel „Ming Stadt“. Passend zum Ende eines unterhaltsamen Konzerts verabschiedeten Cat Ballou sich mit dem Song „Morjens öm Vier“.

(bw)
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