Jülich: Erster integrativer Kindergarten in Jülich-Stadt

Jülich: Erster integrativer Kindergarten in Jülich-Stadt

Die Kindergärten „Auf der Bastion” und St. Rochus haben die Häuser getauscht. Ingrid Schröder ist mit ihrem Team und allen Kindern an die von-Reuschenberg-Straße gezogen. „Integrativer Kindergarten St. Rochus” heißt die Einrichtung jetzt offiziell. „Damit gibt es endlich auch eine integrative Gruppe in Jülich-Stadt”, sagt Inrid Schröder und lächelt zufrieden.

Ihrer Beharrlichkeit, der Unterstützung des Kirchenvorstandes St. Rochus und nicht zuletzt der Begleitung des Landrates Wolfgang Spelthahn ist es zu verdanken, dass nun fünf Kinder mit heilpädagogischem Förderbedarf in ihrem Sozialraum einen Kindergarten besuchen können.

Nötig geworden war der Umzug, weil das alte Haus Auf der Bastion nicht die Vorraussetzungen für eine integrative Einrichtung bietet. „Um in den alten Kindergaten zu kommen, hätten etwa Rollstuhl-Kinder einen 60 Meter langen Weg mit dreiprozentiger Steigung zurücklegen müssen”, erklärt Schröder. Dass der Bedarf an integrativen Plätzen hoch ist, zeigen die Anfragen. Schnell lagen zwölf vor, nur fünf konnten angenommen werden.

Rund 150.000 Euro kostet der Umzug inklusive neuem Inventar und neuer Sanitäranlagen. „Der Neubeginn birgt für uns ein großes Potenzial, es noch besser zu machen”, sagt die Heilpädagogin, die ganz auf individuelle Förderung im Sinne der Inklusion setzt: Anderssein ist eine Grundqualität des menschlichen Daseins. Diese lebendige Vielfalt aller Kinder gilt es zu organiseren, indem jeder mit seinen Fähigkeiten willkommen ist.

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