Eröffnung der Krippe am Grünen Haus in Jülich

Advent, Advent : Eine Krippe, „die einzigartig in der Region ist“

In der Adventszeit putzen sich die Städte immer besonders heraus. In Jülich ist das nicht anders: Jetzt wurde die traditionelle Krippe am Grünen Haus eröffnet.

Feierlich und mit viel Situationskomik eröffneten der Nikolaus in Gestalt von Ulrich Backhausen, Vorsitzender der Straßengemeinschaft Kleine Rurstraße/Grünstraße, und der Jülicher Bürgermeister Axel Fuchs zum 21. Mal die Krippe am Grünen Haus inmitten von Tannenbäumen, weihnachtlichem Lichterglanz und Budenzauber.

Durch die neue Anordnung der Verkaufsbuden standen die zahlreichen Gäste diesmal „nicht auf der Straße“, sondern außerhalb der fürs Autos zugelassenen Strecke. Weil Ulrich Backhausen „in heiliger Pflicht unterwegs war“, begrüßte Dr. Peter Nieveler nach guter alter Gewohnheit die vielen Menschen, die „in der Frühlingsluft“ den Weg in Jülichs Altstadt gefunden hatten. Nieveler dankte der Straßengemeinschaft für ihre geschmückten Häuserfronten und den Stadtwerken für die romantische Beleuchtung der Stadt, inklusive der des Hexenturms.

Erwähnenswert ist, das die Straßengemeinschaft ihren Bereich in der Kleinen Rurstraße/Grünstraße im Rahmen der achten Weihnachts-Lichterwochen selbst in weihnachtlichem Glanz erstrahlen lässt, wie Kassierer Josef Nobis noch einmal betonte. Nieveler würdigte das Engagement der „Kümmerer“ umso mehr, als das die Straßengemeinschaft selbst „nicht mehr so vom Geld gesegnet ist“.

Bürgermeister Axel Fuchs zeigte seine Begeisterung von der Krippe, die „einzigartig in der Region ist“ und motivierte zum „Riesenapplaus“ für die Straßengemeinschaft. „Die ganze Stadt sieht so toll aus im Advent“, bedankte er sich. Feierlich sang das „Musik-Café Ü 60“ traditionelle und moderne Advents- und Weihnachtslieder, als der Nikolaus mit dem Bürgermeister zur Krippe trat, um den Blick auf die erste Szene freizugeben.

Dann aber ließ sich der Sperrriegel wegen eines technischen Problems von der Krippeninnenseite zunächst nicht zur Seite schieben. Der Chor überbrückte die amüsante Situation mit weiteren Liedern. In der Passage „...und verschlossen war das Tor“ aus dem Adventslied „Tauet, Himmel, den Gerechten…“ war allgemeines Gelächter zu hören, zumal das Problem auch dann nicht sofort gelöst werden konnte.

Cornelia Langen aus der Straßengemeinschaft trat schließlich durch die Seitentür in die Krippe, und die schwere Holztüre öffnete sich unter allgemeinem Applaus. Besonders die Kinder vergaßen den Nikolaus und die beiden lebenden Schafe Susi und Mecki im angrenzenden Außengehege und ließen sich vom ersten Krippenbild „Maria Empfängnis“ anziehen. Zu sehen ist die Gottesmutter in einem Holzstuhl vor einer Spindel, als ihr ein goldener Engel vor goldenem Hintergrund die Botschaft bringt, dass sie „einen Sohn gebären wird“.

Vor und nach der Krippeneröffnung verteilte der Nikolaus Schokoladenweihnachtsmänner, weitere Lieder wurden gemeinsam mit den Gästen angestimmt. Gerne verweilten die Besucher an den Holzbuden bei Glühwein und Kartoffelspezialitäten und besuchten den kleinen Krippenmarkt.

BU1: Straßengemeinschaftsvorsitzender Ulrich Backhausen verteilt Schokoladenweihnachtsmänner an die Kinder. Foto: Jagodzinska BU2: Kinder lieben die Krippe am Grünen Haus: Straßengemeinschaftsvorsitzender Ulrich Backhausen steckt in den Gewändern des Heiligen Mannes, Bürgermeister Axel Fuchs ist in der Kinderschar kaum zu erkennen.

(ptj)
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