Jülich: Ernte wird mittelprächtig: Der Regen hat den Rüben gut getan

Jülich: Ernte wird mittelprächtig: Der Regen hat den Rüben gut getan

„Die Rübe hat sich sichtlich erholt.” Das Urteil von Andreas Gehlen, Anbauberater aus der Landwirtschaftlichen Abteilung der Zuckerfabrik Jülich, lässt sich leicht nachvollziehen. Die Blätter der süßen Knollen stehen im satten Grün, sind fleischig, gesund und glänzen. „Aber sie ist nicht so weit wie vor einem Jahr”, schränkt Gehlen ein.

Das ist ein Ergebnis der Proberodungen, die Gehlen und seine Kollegen von der Landwirtschaftlichen Abteilung an 21 Standorten im Einzugsgebiet der Zuckerfabrik vorgenommen haben.

Es ist zwar schon die zweite von fünf Proberodungen vor dem Kampagnenstart, aber die erste aussagekräftige. Die Proben vor vier Wochen wurden in der „Dürreperiode” gezogen. Die Rüben waren gezeichnet von Hitze und Wassernot. Klein, dafür süß mit einem Zuckergehalt von 15,6 Prozent.

Nach dem Regen nähern sich die Knollen Normalmaß. Sie haben Masse zugelegt, dafür an Süße eingebüßt. Der Zuckergehalt liegt aktuell bei 14,3 Prozent. Noch auffälliger ist der Massenvergleich. „Die Rübe hat sehr gut aufgeholt. Wir haben jetzt einen Ertrag von 54 Tonnen pro Hektar”, sagt Andreas Gehlen. Vor vier Wochen lag der Ertrag bei 24 Tonen/Hektar.

Gehlen teilt die Einschätzung seines Chefs Dr. Willi Kremer-Schillings. „Wir liegen in etwa im langjährigen Mittel.” Die Aussichten: Keine Superernte, aber auch keine Schrumpelkampagne voraus.

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