Linnich - Energietour führt durch den ganzen Nordkreis

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Energietour führt durch den ganzen Nordkreis

Von: Antonius Wolters
Letzte Aktualisierung:
Rheinischer Energielehrpfad
Ina Schmitz von „Wir in Linnich“ präsentiert im Fachausschuss Konzept und Verlauf des „Rheinischen Energielehrpfades“. Grafik: ZVA / Kartendaten: Google, DigitalGlobe

Linnich. Für die Förderperiode bis 2020 sucht die LEADER-Bewerberregion „Rheinisches Revier an Inde und Rur“ Projektideen, die in die Lokale Entwicklungsstrategie (LES) aufgenommen aufgenommen und mit Unterstützung einer künftigen Lokalen Aktionsgruppe (LAG) umgesetzt werden können.

Zu den Projektvorschlägen gehört der „Rheinische Energielehrpfad“, der zwei Alleinstellungsmerkmale besitzt: Er ist das einzige interkommunale Projekt, das von den Städten Linnich und Jülich sowie den Gemeinden Aldenhoven und Inen umgesetzt werden soll sowie bislang das einzige, das ein Verein vorgeschlagen hat.

Die Präsentation im Linnicher Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt übernahm Ina Schmitz vom federführenden Verein „Wir in Linnich“, wo Schmitz und Uwe Hasler die Entwicklung des Projektes betreut haben. Der „Rheinische Energielehrpfad“ (siehe auch die nebenstehende Grafik) ist ein rund 60 Kilometer langer kombinierter Rad- und Fußweg, der verschiedene, mit dem Thema Energie beschäftigte Institutionen entlang des Weges einbindet. Auch Abkürzungen sind (fast) überall möglich.

Der Einstieg in den Rundkurs erfolgt in Linnich, von wo aus es zunächst nach Jülich geht und später entlang des Tagebaus über Inden weiter nach Aldenhoven und wieder zurück nach Linnich. Das Thema Energie wird in den verschiedensten Facetten behandelt. Neben Wasser- und Windkraft spielen auch Sonnenenergie sowie fossiele Energieträger wie Braun- und Steinkohle auf dem Weg eine Rolle. Neue Technologien der Energiegewinnung wie Brennstoffzellentechnik oder auslaufende Techniken wie die Nutzung der Kernenergie finden auf dem Weg ebenfalls Stationen. Erdöl/Benzin, energieautarkes Arbeitenin einem Null-Energie-Haus, Zucker als Energieform für den Menschen und die Nutzung alernativer Energiepflanzen sind weitere Aspekte, denen sich der Energielehrpfad widmet.

„Rheinischer Energielehrpfad“

Projektpartner sind neben den vier Stadt- und Gemeindeverwaltungen und dem Verein „Wir in Linnich“ die FH und das Forschungszentrum Jülich sowie das Linnicher Glasmalerei-Museum. Der Designer Markus Gerards hat für den Verein nicht nur das Logo des „Rheinischen Energielehrpfades“ entworfen, sondern auch die einheitliche Gestaltung der Schautafeln, die entlang der Strecke die jeweiligen Informationen zu den einzelnen Energiestationen vermitteln.

Für die Anlegung des rund 60 km langen Rundkurses werden vorhandene Rad- und Wirtschaftswege genutzt, so dass kein gesonderter Wegeausbau mehr erfolgen muss. „Wir wollen die vorhandenen Fahrradwege aufwerten“, beschreibt Ina Schmitz die hinter der Routenführung stehenden Planungen. Zudem sollen „Synergieeffekte mit dem Ruruferradweg genutzt werden“. So nehmen die Möbel die künftige Neugestaltung und Ausstattung des Ruruferradweges vorweg. Die Möbel werden an besonderen Orten ausgestellt – etwa das Rurwehr bei Rurdorf – und sind einheitlich aus Recyclingmaterial hergestellt.

Auch die Kosten für das Projekt sind bereits kalkuliert worden. Schmitz bezifferte die Anschaffungskosten auf 35.000 Euro. Dazu kommen weitere 5000 Euro Werbekosten. Das ergibt Gesamtkosten von 40 000 Euro, wovon eine 65-prozentige Förderung (26.000 Euro) durch LEADER erfolgt. Für den verbleibenden Eigenanteil in Höhe von 14.000 Euro hat die Entwicklungsgesellschaft Indeland bereits die Übernahme zugesagt.

Die Aufstellungs- und Installationskosten sollen kostenneutral und wie längst zugesagt durch die Bauhöfe der beteiligten Kommunen erfolgen. Auch hier wollen sich die ehrenamtlich tätigen Helfer des Vereins „Wir in Linnich“ beteiligen.

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