Inden: Eldorado für angehende Schrauber

Inden: Eldorado für angehende Schrauber

Eine brach liegende Garage, die Idee für den praxisorientierten Wahlpflichtunterricht und verschiedene Zufälle führten in der Hauptschule Inden zur Etablierung einer Fahrrad- und Mofawerkstatt. Kombiniert wird die Werkstatt mit dem Angebot zum Erwerb des Mofaführerscheins.

Betreut werden die 14 jungen Leute von Manfred Radtke, der in Jülich professionell Mofas und andere Maschinen repariert. Radtke gehört zu den mittlerweile zwölf Personen, die im Rahmen von Honorarverträgen aus dem Programm „Geld oder Stellen” finanziert werden. Er teilt seine Schützlinge in zwei Gruppen auf, um ihnen die Funktionsweise der Zweiräder nahe zu bringen.

Um Verständnis und Geschick zu verbessern, wird auch schon einmal ein Motor komplett zerlegt. Aktuelles Projekt ist eine Hercules Prima S, Baujahr 1975, die generalüberholt werden soll. Später wird das Mofa fahrpraktischen Übungen auf dem Schulgelände dienen, wo die Schüler von Lehrer Norbert Jansen im Rahmen der Verkehrserziehung auf die Prüfung zum Mofaführerschein vorbereitet werden.

Um weiteres Anschauungsmaterial zu erhalten, ist die Werkstatt ständig an ausgedienten Mofas interessiert. Da die technischen Unterschiede nicht sehr groß sind, ist überdies die Einrichtung einer Fahrradwerkstatt und später einer Schülerfirma geplant.

Natürlich wird Fachmann Radtke von den Schülern auch gelöchert, was zu tun ist, um ein Mofa schneller zu machen. „Da gebe ich keine Tipps und sage lieber nichts”, warnt Radtke vielmehr vor solchen Manipulationen, die dazu führen, dass die Mofas am Ende nicht mehr verkehrssicher sind.