Titz/Nürburgring: Ein Rennstall als Familienbetrieb

Titz/Nürburgring : Ein Rennstall als Familienbetrieb

Wenn Rennleiter Bernd Burghardt aus Stetternich am Samstag um 12 Uhr auf dem Nürburgring zum 34. DMV Vier-Stunden-Rennen der Renngemeinschaft Düren die schwarz-weiß karierte Flagge hebt, donnern mehr als 190 Rennwagen über die Strecke.

Vom seriennahen Kleinwagen bis hin zum ausgewachsenen Rennboliden ist alles vertreten, was Rang und Namen hat. Der größte Teil der Starter aber sind Privatfahrer und ambitionierte Amateure, die sich bei einem Racing-Team einmieten oder selber einen kleinen Rennstall führen. Einer von ihnen ist David Rinössl aus Titz.

Mit seinem Team Loeter-Motorsport, verfügt er zurzeit über drei Rennwagen. Er betreibt seit 1989 aktiven Motorsport und ist somit einer der alten Hasen auf der Nordschleife. Der 38-jährige Kfz-Meister, der unter anderem mit seinem 16-Jährigen Sohn Sebastian in der Garage tüftelt, ist Teamchef, Mechatroniker, Mechaniker, Konstrukteur und Fahrer in einer Person, und sein größter Erfolg war bislang der Gewinn der VLN-Vizemeisterschaft 1997 auf einem Peugeot 106.

Sein Team funktioniert wie viele andere auch bei einem Rennen nur, weil die ganz Familie involviert ist. Während die Mechaniker schrauben, schmiert Ehefrau Anja Brote oder kümmert sich um die Zeitnahme. Auch bei den etlichen Stunden, die ihre Männer in der Garage werkeln, stärken sie ihnen den Rücken.

So ist auch die familiäre Atmosphäre im Fahrerlager eines der Markenzeichen der zehn Rennen der Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN). „Man kennt und achtet sich im Fahrerlager. Oftmals müssen wir uns im Rennen mit acht Teams eine Box teilen. Da weiß man schon mit den Jahren, mit wem man sich zusammenstellt. Man hilft sich natürlich untereinander”, sagt David Rinössl.

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