Jülich: Ein Quartett, das keine Schubladen kennt

Jülich: Ein Quartett, das keine Schubladen kennt

Ist es Jazz? Ist es Pop? Es ist vor allem „i.n.a.”. Das Projekt um Sängerin Ina Hagenau zieht keine Grenzen, sondern interpretiert mit dem „Singer-Songwriter-Jazz” ein ganz eigenes Verständnis der weiten Musikwelt.

Kleine besondere Geschichten in leisem und eindringlichem Ton erzählt die Musik des Quartetts. Es verwebt Eigenkompositionen mit Stücken großer Songschreiber wie Tom Waits, Paul Simon oder Sting zu etwas völlige Eigenständigen, eben zum „i.n.a.”-Sound.

Der Text macht die Musik, und die Musik macht „i.n.a.”. Das Quartett kennt keine Schubladen. Es dreht alle Inhalte des monumentalen Musikschrankes um und mischt dann kräftig, bevor es das Ganze in einer Extra-Schublade ablegt und kurz und knapp „i.n.a.” drauf schreibt.

Und doch beweist der Raum für Improvisationen und der entspannte Sound, wo die Wurzeln der vier studierten Kölner Musiker Ina Hagenau (Gesang), Stefan Michalke (Piano), Ben Tai Trawinski (Kontrabass) und Sebastian Bauer (Schlagzeug) liegen: im Jazz. Fast nie in seiner traditionellen Form präsentiert, aber immer da, durchwachsen von modernem Pop und klassischen Elementen mit Anklängen an Weltmusik und freie Improvisation.

Nach ihrem Debut im Juni auf dem Festival „Jazz an der Ruhr” in Mülheim an der Ruhr eröffnete die Band auf den Dürener Jazztagen im August die Release-Tour ihres kurz zuvor aufgenommen Albums „distance”.

Der Jazzclub Jülich stellt „i.n.a.” am Freitag, 12. März, 20 Uhr, im Technologiezentrum Jülich in der Karl-Heinz-Beckurts-Straße vor. Der Eintritt kostet 8 Euro, 5 Euro für Mitglieder. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Hörproben gibt es auf http://www.myspace.com/inajazz im Internet.

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