Jülich: Ein Keller voll mit über 3000 Karnevalsorden

Jülich : Ein Keller voll mit über 3000 Karnevalsorden

Manfred Domath widmet sich einer ganz besonderen Sammelleidenschaft. Es ist bekannt, dass Leute Briefmarken oder Münzen sammeln, doch der Jülicher hat ein spezielles Metier für sich entdeckt. Die Rede ist von Karnevalsorden, die Manfred Domath seit mehr als 23 Jahren sammelt.

Begonnen hat die Leidenschaft 1995, als er als Bauer im Dreigestirn der KG Maiblömche Lich-Steinstraß saß. Dort erhielt er seinen ersten Orden, dem im Laufe der Jahre noch viele folgen sollten. Einige der Stücke hat er selbst verliehen bekommen, viele stammen aus Nachlässen oder wurden ihm im Laufe der Zeit geschenkt. In der vergangenen Karnevalssaison konnte er 20 Stücke seiner Sammlung hinzufügen, zum Beispiel den Orden der Karnevalssitzung des 1. FC Kölns, der ihm von Toni Schumacher höchstpersönlich verliehen wurde. Sein Repertoire umfasst Orden von Kölner Vereinen wie den Figaros oder Kölner Kaufleuten. Aber auch lokale Karnevalsvereine aus Koslar, Rödingen oder Lich-Steinstraß sind bei ihm zur Genüge vertreten.

Orden, so weit das Auge reicht: Dicht an dicht gestaffelt sind die Zeugnisse des Karnevals.

Mehr als 3000 Orden hat der 67-jährige Jülicher bereits gesammelt. Dementsprechend viel Platz nehmen diese ein, daher findet man in seinem Keller kaum eine Wand, an der keine Orden hängen. Damit die Schätze gut zur Geltung kommen, hat Manfred Domath in Eigenregie Vitrinen gebaut, in denen die schönsten Stücke aufbewahrt und präsentiert werden. Besonders stolz ist der Sammler auf seine Kölner Orden, die eine eigene Wand für sich einnehmen. Für die begehrten „Ostermann-Orden“ boten einige Kölner Karnevalsgesellschaften bereits viel Geld, doch der Sammler lehnte ab.

Von Iason Krings Jülich. Manfred Domath widmet sich einer ganz besonderen Sammelleidenschaft. Es ist bekannt, dass Leute Briefmarken oder Münzen sammeln, doch der Jülicher hat ein ganz spezielles Metier für sich entdeckt. Die Rede ist von Karnevalsord.

„Bei vielen alten Orden ist es so, dass die Träger sie irgendwann wegwerfen oder die Orden verloren gehen“, sagt der Sammler. Unter anderem um zu verhindern, dass diese Stücke für immer verloren gehen, hat Manfred Domath seine Sammlung stetig erweitert. Der älteste Karnevalsorden seiner Sammlung ist aus dem Jahr 1958.

Jubiläumsorden

Doch Orden ist nicht gleich Orden, denn bis zu den 60er Jahren wurden lediglich sogenannte Halsorden verliehen, die der Träger an einem Band um den Hals trug. Erst später kamen dann Orden zum Anstecken. Feiert eine Karnevalsgesellschaft Jubiläum, dann werden Jubiläumsorden verliehen. Diese können aufgeklappt werden und offenbaren dann ein kleines Büchlein, in dem die Vereinsgeschichte zusammengefasst wurde.

Doch auch die Orden der KG Rurblümchen haben etwas Besonderes an sich, denn auf jedem dieser Stücke ist eines der Jülicher Wahrzeichen abgebildet. Auf die Frage, welcher sein Lieblingsorden sei, zeigt Manfred Domath nur auf die Stücke seines Heimatvereins, der KG Maiblömche aus Lich-Steinstraß, bei denen er bereits seit über 28 Jahren tätig ist.

Was seine Frau zu seiner Sammelleidenschaft sagt? „Bis zur Treppe und nicht weiter“, sagt Manfred Domath lachend.

Wer das kleine Museum selbst einmal besuchen möchte oder alte Orden abzugeben hat, ist bei Manfred Domath herzlich willkommen. Bei Interesse kann man sich bei ihm unter Telefon02461/56219 melden.