Siersdorf: Ein „Girls Day” im Sinne der Integration

Siersdorf: Ein „Girls Day” im Sinne der Integration

Ein thematisch ausgerichteter „Mädchentag” im Siersdorfer Jugendheim ist nicht mit dem allseits bekannten „Girls Day” identisch.

Entgegen der bundesweiten Initiative handelt es sich bei der Veranstaltung in der gemeindeeigenen Einrichtung am Sportstadion in erster Linie um eine auf Integration und Gemeinsinn ausgerichtete Aktion.

„Hierzu”, so verdeutlichten es die Sozialpädagogin Doris Schmid und die Erzieherin Wilma Gernert als Leiterinnen der Institution, „besteht teilweise ein intensiver Bedarf sowohl bei den Mädchen aus einem einheimischen Elternhaus als auch bei islamischen Jugendlichen und Emigranten-Familien.” „Die Mädchen wollen ganz einfach mal unter sich sein!”

Durch die gezielte Thematik findet das Angebot im Jugendtreff auch allgemein eine gesteigerte Aufmerksamkeit, so dass man viele Neubesucher interessieren konnte. Nicht nur aus Siersdorf, sondern auch aus anderen Ortsteilen. Zielgruppen sind Mädchen im Alter von zehn bis 15 Jahren.

Im Bemühen um eine konkrete Umsetzung der Ausgestaltung für die Aktionstage haben sich sogar einige Teilnehmerinnen spontan in die Vorbereitungsphase eingebunden.

Im Rahmen der Planungsgruppe wird den Jugendlichen auch weiterhin Gelegenheit geboten, sich inhaltlich „ihre Mädchentage” auszurichten und ihre Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen.

Schwerpunkte sind vor allem das künstlerische Gestalten an verschiedenen Projekten oder die Begegnung und der Austausch von gemeinsamen Interessen in zwanglosen Gesprächskreisen.

Für die Zwölfjährigen Lisa Römer, Lea Willms und Jana Veletanlic ist das alles eine spannende Begegnung mit interessanten Angeboten.

Der nächste Mädchentag findet am Dienstag, 8. August, von 14.30 bis 18 Uhr im Jugendheim Siersdorf statt. Darüber hinaus sind noch weitere Aktionstage für Mädchen im Laufe des Jahres geplant.

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