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Zeuge passt auf: Ein Geschädigter wird zum Beschuldigten

Zeuge passt auf : Ein Geschädigter wird zum Beschuldigten

Wie aus einem Geschädigten ein Beschuldigter wurde: Dank der Aussage eines aufmerksamen Zeugen zu einem angeblichen Unfall mit Fahrerflucht in Jülich wendete sich das Blatt für das vermeintliche Unfallopfer.

Gegen 10.45 Uhr wurden Beamte zum Parkdeck an der Zitadelle gerufen. Dort erwartete sie ein 81-Jähriger, der angab, sein geparkter Wagen sei beschädigt worden. Er habe das Auto kurz zuvor dort abgestellt und bei seiner Rückkehr einen Schaden an der Beifahrerseite festgestellt.

Die Polizisten begannen mit der Unfallaufnahme und hatten zunächst keine Veranlassung, an den Angaben des Seniors zu zweifeln – bis ein Zeuge die Beamten ansprach und das Geschehen ganz anders schilderte. Er hatte nämlich beobachtet, dass der Autofahrer beim Einbiegen auf das Parkdeck eine dortige Mauer touchiert hatte.

Dies sei dem 81-Jährigen auch aufgefallen, denn er sei ausgestiegen und habe die Mauer auf mögliche Beschädigungen untersucht. Anschließend hatte er seinen Wagen geparkt und eine gute Stunde später die Polizei über die vermeintliche Unfallflucht informiert.

Ein Abgleich der Schadensbilder an Fahrzeug und Mauer bekräftigte die Aussage des Zeugen, ein unmittelbar nach der Kollision entstandenes Handyfoto von der Situation ebenfalls. Gegen den vermeintlichen Unfallgeschädigten wird jetzt wegen des Vorwurfs ermittelt, eine Straftat vorgetäuscht zu haben.

(red/pol)