„Rocknight“: Ein DJ im Einsatz für die Live-Musik

„Rocknight“ : Ein DJ im Einsatz für die Live-Musik

Dennis Neubauer ist mit seiner „Rocknight“ zu Gast im Kulturbahnhof in Jülich gewesen. Bands und Mischpult schließen sich bei der Veranstaltung des DJs nicht aus. Er möchte die Live-Musik fördern. Dies gestaltete sich aber zunächst schwerer als gedacht.

Ein DJ, der es sich zur Aufgabe gemacht hat Live-Musik zu fördern, wird durch Dennis Neubauer, alias DJ Ulv, verkörpert. Denn dieser hat in diesem Jahr die Veranstaltung „Rocknight“ ins Leben gerufen, bei der er Bands eine Bühne gibt und die Veranstaltung im Anschluss am Mischpult abrundet.

Bei der Organisation merkte er allerdings schnell: Aller Anfang ist schwer. „Ich habe um die 15 Locations angeschrieben und nur von Kulturbahnhof Antwort bekommen. Sie waren die einzigen, die mich haben machen lassen“, sagte Neubauer. Und das durchaus mit Erfolg, denn das Event am Freitagabend war gut besucht und die Zuschauer feierten die Musik der Bands. „Alle, die das unterstützen, lieben Live-Musik. Man macht das nicht für die Kohle“, sagte der DJ weiter. Momentan zahle er auf sein Projekt drauf.

„DJ’s haben die Livemusik komplett in den Boden gestampft und dass jetzt ein DJ Livemusik fördert – das ist heutzutage selten“, schilderte Schlagzeuger Tom Schmidt, der zusammen mit Roman Schmitz (Gitarre und Frontgesang) und Niklas Schmitz (Bassgitarre) als Forger das Konzert mit dem Titel „Let there be Punk“ eröffnete. „Ein Titel gegen das Spießertum“, fasste Roman Schmitz den Song zusammen. In dem für die Jülicher Band typischen Pop-Punk-Sound fand auch „Stressed Out“ seinen Platz.

Nach lautem Applaus ging Ape Shack! auf die Bühne. Marvin „Melle“ Roitsch (Frontgesang, Gitarre), André „Ede“ Roitsch (Backvocals, Bassgitarre), Jan Deisler (Drums) sowie Michael „Chesster“ Imhof (Backvocals, Gitarre) zeigten mal punkigeren und mal softeren Alternative Rock. Die Gruppe aus Düren arbeitet an ihrer ersten Platte.

Auf dieser wird auch der Song „Nobody’s listening“ erscheinen, der dem Publikum präsentiert wurde. Das Stück thematisiert die Arbeit eines Komponisten, dem niemand zuhört. Ganz im Gegensatz dazu lauschte das Publikum aufmerksam und brach bei immer ausgelassenerer Feierstimmung in Applaus aus. Mit „I don’t think therefore I am“ hatte die Band ein zweites leicht ironisches Stück in ihrem Repertoire.

Ausgelassene Stimmung

Musikalisch sich nochmal im Härtegrad steigernd folgte Don’t Call It Dad. Während Yanic Rusch (Gitarre) und Louis Kahl (Schlagzeug) auf der Bühne blieben, suchte der Sänger der Gruppe, Levin Mertelsmann, die Nähe der Gäste und stieg von der Bühne in den Zuschauerbereich.

Während des Auftritts wurden Titel wie „Être“ und „Sink“ zu Gehör gebracht. Während „Être“ thematisch die Auseinandersetzung und belastende Reflexion des Lebens auffächert, folgte direkt „Sink“ in puncto Musik deutlich energiegeladener und im Takt schneller. Währenddessen wurde so ausgelassen getanzt, dass der ein oder andere getroffene Zuhörer schon mal drei Meter durch die Kneipe geschleudert wurde.

Zum Abschluss trat dann DJ Ulv zusammen mit seiner Kollegin Fiona Thiele an das Mischpult und mixte zum Abend passende rockige Musik.