Jülich: Droht Jülicher „Zehner“ der Abstiegskampf?

Jülich : Droht Jülicher „Zehner“ der Abstiegskampf?

Die Tatsache, dass sich die „Zehner“-Verantwortlichen unter der Woche mit Michael Hermanns geeinigt haben, dass der auch noch ein weiteres Jahr als Trainer auf der Kommandobrücke stehen wird, dürfte Freudengefühle ausgelöst haben.

Denn ansonsten kann die Vereinsspitze mit dem Auftreten der Mannschaft nicht zufrieden sein. Nach dem grandiosen Auftritt bei der SG Voreifel, wo die Mannschaft trotz des 1:2 eindeutig die spielerisch bessere Mannschaft war, folgte unter der Woche mit der 0:3-Heimniederlage gegen Merzenich der Absturz.

„Es lag nicht daran, dass wir nur 13 Spieler hatten“, stellte Coach Hermanns klar, der selbst wieder die Fußballschuhe anziehen musste. Wie schon am Sonntag zuvor und im Spiel gegen den FC Düren 77. Wo er sich und seine Schützlinge unter Druck sieht. „Wir haben mit 24 Zählern noch ein kleines Polster mit Blick auf die Abstiegsränge. Aber das ist dahin, wenn wir verlieren sollten. Dann wird es ernst“, schaut er realistisch voraus. Auch mit Blick auf das Programm in den kommenden Wochen. „Gewinnen wir, können wir in Ruhe bis zum Saisonende arbeiten. Geht die Kiste aber nach hinten los, verschenken wir die Punkte, dann stecken wir mitten drin im Abstiegskampf“, äußert Hermanns eine Befürchtung, die rund ums Karl-Knipprath-Stadion nicht gern gehört wird. Dies mit Blick auf die Mitkonkurrenten, wo jeder jeden schlagen kann.

Das sieht Jörg Frings als Coach der Gäste ebenso. „Die A-Liga ist total ausgeglichen, dies sieht man ja an den letzten Ergebnissen“, ließ ihn nach eigenem Bekunden das 0:3 der „Zehner“ gegen Merzenich aufhorchen. Aber Frings dachte auch an den glatten 4:0-Sieg seiner Mannschaft gegen den SCJ in der Hinrunde. „Wir sind optimistisch, wir rechnen mit einem Sieg im Karl-Knipprath-Stadion“, sagt er selbstbewusst. Sollte der gelingen, ja dann sähe die Fußballwelt in seinen Augen beim FC gut aus. „Dann können wir gelassen den weiteren Paarungen entgegen blicken. Wenn wir allerdings verlieren, dann müssen wir uns nach unten orientieren.“ Es geht also in dem Spiel auch für den FC um viel. Beide Trainer sind sich einig, dass der Ausgang richtungsweisend ist.

(hfs.)