Jülich: Dreiste Betrüger bringen Senior in Jülich um 25.000 Euro

Jülich : Dreiste Betrüger bringen Senior in Jülich um 25.000 Euro

Unbekannte Betrüger haben in Jülich einen älteren Mann mit einer Abwandlung des sogenannten Enkeltricks um große Teile seiner Ersparnisse gebracht. Weil eine angebliche Bekannte Geld für den Kauf einer Wohnung haben wollte, händigte der Senior einer unbekannten Frau nach entsprechenden Bittanrufen erst 10.000 und dann noch einmal 15.000 Euro aus.

Der in der Innenstadt lebende Mann erhielt am Donnerstagvormittag einen Anruf, in dem sich eine Frau als eine Bekannte ausgab. Sie tischte dem Senior auf, dass sie eine Eigentumswohnung erwerben könne, ihr dafür aber das Bargeld fehle. Es handele sich um 300.000 Euro. Da der Mann so viel Geld nicht verfügbar hatte, „einigte “ man sich auf 10.000 Euro.

Dem Senior kam das Ganze seltsam vor. Er versuchte, die Bekannte zu Hause anzurufen. Als dort niemand abhob, ging er davon aus, dass sie tatsächlich bei einem Notar säße. So machte er sich auf den Weg zur Bank, die nur wenige Gehminuten entfernt liegt und entnahm das Geld seinem Schließfach.

Wieder zu Hause, erschien wenige Minuten später eine Frau an der Wohnungstür und nahm das Geld entgegen. Doch offenbar hatten die Betrüger noch nicht genug erbeutet. Gegen 14 Uhr meldete sich die vermeintliche Bekannte erneut und fragte nach mehr Geld. Der Senior ließ sich erweichen, ging wiederum zur Bank und entnahm noch einmal 15.000 Euro. Auch dieses Geld übergab er kurze Zeit später an die unbekannte Frau, die als angebliche Botin fungierte.

Als der Mann nicht wie versprochen bis zum Wochenende das Geld wieder auf seinem Konto hatte, rief er seine Bekannte an. Als diese von geliehenem Geld nichts wusste, war schnell klar, dass er Betrügern aufgesessen war.

Die Frau, die das Geld entgegen genommen hatte, war etwa 40 Jahre alt und 1,60 bis 1,70 Meter groß. Sie hatte helle Haut und blonde Haare. Sie trug helle Kleidung. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Grundsätzlich rät die Polizei bei Anrufen vermeintlicher Bekannter, misstrauisch zu sein, eine Vertrauensperson hinzuzuziehen und keine Wertsachen an unbekannte Boten weiterzureichen.

(red/pol)
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