Jülich: Drei Sterne blinken am Kaiserhof

Jülich: Drei Sterne blinken am Kaiserhof

Die Fassade des Jülicher Hotels Kaiserhof ist um eine kleine, aber feine Facette reicher. Eine Metalltafel direkt neben dem Eingang weist den Kaiserhof Jülich als Haus mit drei Sternen. Die Einstufung im Rahmen der Deutschen Hotelklassifizierung durch die HOGA GmbH, Servicegesellschaft für das Gastgewerbe, erfüllt Reinhard Steiner von der Jülicher Rurbau GmbH mit Stolz.

Für ihn ist diese Klassifizierung — „Die hat in Jülich niemand sonst.“ — eine Bestätigung des Erneuerungsprozesses seit dem Kauf des Hauses im Mai durch die Rurbau GmbH.

Die Tester der HOGA waren Ende September über mehrere Stunden im Kaiserhof unterwegs, haben sich alles genauestens angeschaut und beurteilt. Die Auswertung der rund 100 Einzelkriterien ergab die erfreuliche Einstufung. Mit Urkunde und Siegel traf nun das Metallschild mit den drei Sternen ein, die der Kaiserhof für alle sichtbar präsentiert.

Auf einen Stern, geschweige denn mehrere, ist jeder Koch aus, der von sich und seiner Arbeit überzeugt ist und in die Champions League der Küchenmeister aufsteigen möchte. Küchenmeister ist Johannes Thielen schon, trotz seiner „Jugend“. Der noch 27-Jährige ist der neue Chef in der Kaiserhof-Küche.

Der gebürtige Leipziger ist bereits einiges in der Welt herumgekommen. Gelernt hat er in Seefeld in Tirol. Er kochte auf der legendären „Queen Mary“ und war zuletzt im Aachener Ratskeller tätig. Seine Vorlieben sind „Fleisch, Fisch und Suppen“. Den Wechsel nach Jülich betrachtet er als Herausforderung, den Ruf des Hauses mit einer guten Küche zu etablieren. „Angestrebt ist gute Mittelklasse“, nennt er als Zielvorgabe. Mit vier Küchenkräften ist dieser Bereich des Hotel- und Gasthausbetriebs „kräftig gewachsen“, sagt Steiner nicht ohne Stolz.

Zu dem jungen Team, der Älteste ist gerade mal über 30, zählt auch ein Auszubildender im 3. Lehrjahr. Daniel Krahe kommt ebenfalls aus dem Ratskeller und wird unter Küchenmeister Thielen seine Ausbildung abschließen. Seine Lieblingsposten in der Küche sind der des Sauciers, des Saucenkochs, und des Grillmeisters. Nachvollziehbar, dass Saucen im Kaiserhof von den Köchen selbst gezogen werden,

Was das neue Küchenteam „drauf hat“, wird sich schon in wenigen Wochen erweisen. Mit Sieben-Gänge-Menüs werden die Gäste über Weihnachten und Silvester verwöhnt. Dass Weihnachten schon komplett ausgebucht ist, dürfte als Gradmesser der Erwartungshaltung gewertet werden.

(ojo)
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