Drei Dutzend Bewegungsexperten an Sekundarschule Jülich

Bald mehrere Pausen-Ligen : Drei Dutzend Bewegungsexperten an Sekundarschule Jülich

37 Schülerinnen und Schüler haben sich zehn Monate lang ausbilden lassen. Nun startet das Sporthelferprojekt an der Sekundarschule Jülich.

Das Sporthelferprojekt an der Jülicher Sekundarschule wurde mit einer außerordentlichen Sitzung der Schülervertretung eröffnet. Der Jülicher Bürgermeister Axel Fuchs war beim Startschuss ebenfalls anwesend. Joachim Weber konnte voller Stolz den Schülern und Sponsoren das Projekt vorstellen, das sich bereits seit über zehn Monaten in der Vorbereitung befindet. Denn so lange dauert es, bis die Schülerinnen und Schüler die Ausbildung abgeschlossen haben und ihre Sporthelferlizenz in den Händen halten. „Diese Lizenz ist die erste Stufe einer Karriereleiter“, sagte er der versammelten Schülervertretung.

Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Jahrgangsstufe können sich für dieses Projekt anmelden und die Ausbildung zum Sporthelfer bestreiten. 37 Jugendliche haben von diesem Angebot Gebrauch gemacht und bilden nun die erste Generation der Sporthelfer an der Sekundarschule. Michael Braun von der Elternpflegschaft begrüßte dieses Projekt. „Das ist ein super Projekt, um Kinder in Verantwortung zu nehmen und ihnen Perspektiven aufzuzeigen“, sagte er.

Doch was ist ein Sporthelfer überhaupt? Um diese Frage zu beantworten, hat Joachim Weber einen kleinen Film des Landessportbundes und der Sportjugend Nordrhein-Westfalen mitgebracht, die an Rhein und Ru(h)r dieses Projekt anbieten. Ein Sporthelfer ist ein speziell ausgebildeter Jugendlicher, der Sportangebote betreut und mit den Kindern umsetzt. Jedoch steht nicht nur der Sport allein im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler lernen überdies, Konflikte zu lösen und Gruppen zu leiten.

An der Sekundarschule findet die Ausbildung im Rahmen des Faches Verantwortung statt, und Joachim Weber musste sich einer weiteren Fortbildung unterziehen, um Sporthelfer ausbilden zu dürfen. Mit diesen neuen Helfern soll nun der sogenannte „MittagsPausenSport“ wiederbelebt werden. „Der liegt zurzeit etwas brach“, gab Weber zu. Fest eingeplant ist eine Fußball-Pausenliga, bei der jede Klasse eine Mannschaft mit je sieben Spielern stellen kann. „Diese Meisterschaft wird ein fester Bestandteil im MittagsPausenSport sein“, erklärte Joachim Weber, „Natürlich müssen wir schauen, wie es läuft und was wir anpassen müssen.“ Eine Saison dieses Fußball-Wettbewerbes wird voraussichtlich ein Halbjahr dauern und wiederholt sich dann im darauffolgenden Schuljahr. Darüber hinaus soll parallel zur Fußball-Pausenliga eine Basketball-Liga starten, bei der Teams aus je drei Schülerinnen und Schülern gegeneinander antreten.

Axel Fuchs überraschte die Jugendlichen mit einem weiteren Anreiz. Er versprach jedem Spieler aus der Siegermannschaft eine Jahreskarte für den Brückenkopf-Park. Fuchs begeisterte sich außerdem für die neue Uniform der Sporthelfer, die in den Farben der Stadt Jülich gehalten wurde, Schwarz und Gelb. Gesponsert wurde die Sportbekleidung von den Jülicher Unternehmen Carl Eichhorn und Boos. „Habt viel Spaß mit eurem Projekt“, wünschte Andreas Weidlich vom Wellpappenhersteller Carl Eichhorn den Jugendlichen.

Joachim Weber hat neben den neuen Pausenligen noch weitere Pläne, die mithilfe der Sporthelfer verwirklicht werden können. Auf der Liste stehen verschiedene Sportangebote, wie beispielsweise eine Pony-AG und ein Bogenschieß-Wettbewerb. „Natürlich nicht mit spitzen Pfeilen“, fügte er hinzu. Des Weiteren soll ein zweiter Container mit Sportgeräten angeschafft werden, wo Kinder beispielsweise Fußbälle oder Seile für die große Pause finden und ausleihen können. Ermöglicht werden all diese Projekte durch die Sponsoren, die Weber an Land zog. Die Allianz für die Jugend und AOK spendeten ebenfalls beachtliche Geldbeträge und konnten auf diese Weise sicherstellen, dass es den Schülerinnen und Schülern der Sekundarschule in den Pausen nicht an Bewegung mangeln wird.

(ikr)
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