1. Lokales
  2. Jülich

Ausstellung: Drei Chinesen in der Zitadelle

Ausstellung : Drei Chinesen in der Zitadelle

Eine Ausstellung mit drei international anerkannten chinesischen Künstlern in der Galerie an der Zitadelle beginnt am Samstag, 6. Juni.

Gezeigt werden Skulpturen von Chen Zhiguang, Papierarbeiten von Ren Rong und Gemälde von Zhong Biao bis Samstag, 20. Juni. Am Samstag, 6. Juni, ist der Künstler Ren Rong von 11 bis 18 Uhr vor Ort und gibt eine Einführung in die Ausstellung und zu den Künstlern.

Chen Zhiguang thematisiert mit seinen Ameisen eigene soziale Erfahrungen wie die Massengesellschaften Chinas und dem Westen, in denen alle arbeiten und leben und dennoch jede Ameise ein Individuum bleibt. Chen Zhiguang wurde 1963 in Xiamen (China) geboren und studierte unter anderem auch in Deutschland an der Kunstakademie in Düsseldorf. Sein Hauptthema „Ameisen“ machte ihn international bekannt, er stellte bereits in Paris und Washington DC aus. Chen Zhiguang lebt und arbeitet in Peking.

Ren Rong, geboren 1960 in Nanjing/ China, studierte von 1982 bis 1986 an der Kunstakademie Nanjing sowie 1989 bis 1992 an den Kunstakademien Münster und Düsseldorf. Der in der Nähe von Bonn lebende Künstler arbeitet in seinen Ateliers in China und Deutschland und ist so in beiden Kunstwelten zu Hause. Vielfach ausgezeichnet sind seine Arbeiten seit den frühen 90er Jahren in bedeutenden Museen und Ausstellungen in Deutschland und China vertreten. Er ist Maler, Bildhauer, Scherenschnitt- und Objektkünstler. Als Vermittler zwischen den Kulturen Chinas und Europas verbindet er in seinen Bildern, Skulpturen und Papierschnitten traditionelle chinesische Techniken mit den Prinzipien der europäischen Gegenwartskunst. Zu seinem bekanntesten Motiv gehört der „Pflanzenmensch“ der ihn weltweit bekannt gemacht hat.

Zhong Biao gehört zu Chinas bekanntesten zeitgenössischen Künstlern. Er ist in wichtigen Galerien des Landes vertreten und hat bereits in Japan, Großbritannien, Frankreich und Belgien ausgestellt. Er lehrt an der Akademie der Feinen Künste der Universität Sichuan. In den Bildern des 1968 in Chongqing geborenen Malers spielt das spannungsreiche Wechselspiel zwischen Körper und Objekt eine große Rolle. Charakteristisch für Zhong Biaos Herangehensweise ist seine Sicht auf Chinas Pop- und Massenkultur, denen gegenüber er eine neue kulturelle Haltung entwickelt hat. In Zhong Biaos Werken können wir sehen, dass er durch die Schaffung von Illusionen und die „Unvollständigkeit“ von Bildern nicht nur die gegnerischen Beziehungen zwischen Kunst und Massenkultur aufgibt, sondern auch den Versuch, die chinesische Massenkultur zu kontrollieren.

Um Wartezeiten zu vermeiden und die Distanzregeln einzuhalten, wird um die Vereinbarung eines persönlichen Termins gebeten unter Tel. 02461/31317 oder per E-Mail unter info@galerie-an-der-zitadelle.de.