Brückenkopf-Park: Die Witterung beendet den Jülicher Herbstmarkt vorzeitig

Brückenkopf-Park : Die Witterung beendet den Jülicher Herbstmarkt vorzeitig

Wahrhaft herbstlich gestalteten sich die Rahmenbedingungen zum zweitägigen Parkfest mit Herbstmarkt im Stadtgarten des Brückenkopf-Parks. „Ausgerechnet die letzte Veranstaltung (im Jahr) wird vom Winde verweht“, kommentierte Park-Prokurist Hajo Bülles leicht frustriert die Gegebenheiten.

15 bis 18 Aussteller hatten wegen der Wettervorhersagen abgesagt, „da steckt man natürlich nicht drin“, bedauerte Bülles. Wegen der Witterungsbedingungen musste der Park am Sonntagnachmittag sogar komplett vorzeitig geschlossen werden. Dennoch war der Herbstmarkt mit ebensolchem Charakter zuvor „klein, aber fein“, mit Obst, Gemüse, Blumenzwiebeln, Kürbisarrangements und -spezialitäten sowie Handwerkerwaren vom Feinsten verlaufen.

Wie seit Jahren üblich, organisiert die Agentur „Junge Kreativ“ im Auftrag des Parks den Markt. Der niederländische Großhandel „Green Art Production“ offerierte ein Riesensortiment an Knollen und Zwiebeln, darunter die „Kaiserkrone“ in den drei Farben gelb, rot und orange. Eine Knolle der Pflanze aus der Familie der Liliengewächse ist ein biologisches Mittel gegen Maulwurf und Wühlmäuse und deckt dabei eine Fläche von zehn Quadratmetern ab, wie die Händlerinnen Lydia und Elinor betonten.

Verwandtschaft mit Knoblauch

Ferner priesen sie den „sehr robusten“ und wunderschönen Riesen-Lauch „Allium extra winterhart“ an, der Temperaturen von bis zu minus 40 Grad standhält, bis zu 1,20 Metern hoch wächst, und im Oktober gepflanzt wird. Beim Betrachten der Pflanzenknolle fällt die offensichtliche Verwandtschaft mit dem Knoblauch ist Auge.

Ein Beispiel aus der Handwerkermeile ist Andy Ebert aus Heinsberg, der, als Ausgleich zu seinem Beruf als Schreinermeister und Verfahrenstechniker für Kunststoff, kreative Metallstatuen fertigt, darunter unter anderem ein hängender Schädel oder wunderschöne, zu Feuerstellen geformte Skulpturen. Alle Arbeiten sind Einzelstücke. „Schals muss man angezogen sehen — Anprobieren ist unbedingt erwünscht“ — mit dieser Aufforderung bewarb Heide Hödtke aus Königswinter ihre handgearbeiteten Accessoires.

Ein besonderes Angebot in der Schlemmermeile waren „Kürbispuffer“, die der „Hof Flecken“ aus Freialdenhoven offerierte. Optischer Mittelpunkt der kleinen Genussmeile war der zur alternativen Kaffee- und Weinbude umfunktionierte Citroen HY mit historischem Touch. Ein Leierkastenmann untermalte musikalisch den Herbstmarkt. Hauptattraktion für Kinder und Jugendliche war Bungee-Jumping.

(ptj)
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