Jülich: Die Pasqualinische Altstadt Jülichs

Jülich: Die Pasqualinische Altstadt Jülichs

Ein besonderes Bonbon erwartet Geschichtsfreunde bei der VHS-Führung am Sonntag: Vorsitzender des Fördervereins Festung Zitadelle Jülich e.V., Conrad Doose, wird fachkundig in die stadtgeschichtliche Historie führen.

Der Weg führt vorbei am Markt- und Kirchplatz. Hier wird die Interessierte führt er in die geheimnisvolle Schlüsselrolle des einst „am Reißbrett” entworfenen Systems der Straßen und ihre architektonischen Gestaltung einweihen sowie die innerste Struktur des Festungsbaus erläutern.

Bedeutung der Nachkriegsarchitektur deutlich, die sich eben nicht an der Römerzeit orientierte, wie die recht grelle Fußgängerzone andeutet, sondern an der Renaissancestadt. Packendes bauliches Beispiel ist das nach altem Vorbild wiedererrichtete Stadt-Palais an der Ecke Kölnstraße/Baierstraße.

In der mächtigen Zitadelle, in der ungestört Fledermäuse überwintern, ist die St.-Johannes-Bastion mit Wehrgängen, Kasematten, Kanonenhof und „Horchgang” zu besichtigen. Nicht einmal Luftminen konnten 1944 die 450 Jahre alten „weichen” Wälle sprengen.

Wegen des großen Interesses wird das Schwerpunktthema der Sonntagsführung ein zweites Mal die Außen- und Innengestaltung der 1944 bombardierten und danach länger als 20 Jahre ruinös darniederliegenden Schlosskapelle sein. Ende der 1960er Jahre, als die Entscheidung getroffen war, sie im Zuge des Gymnasiumneubaus wieder aufzubauen, wurden die Spuren als Kaserne um 1630, Umbauten des Barock und später entstandene beseitigt.

Die Führung Stadt, Schloss und Zitadelle der VHS startet am Sonntag, 2. Oktober, 11 Uhr an der Pasqualini-Brücke.