Die Kaberettgruppe "Fun Fatal" begeistert in Linnich ihr Publikum

Kabarett mit „Fun Fatal“ : Mit dem Spielzeugbagger durch das Publikum

Die Kabarettgruppe „Fun Fatal“ bringt in neuer Zusammensetzung ihr Publikum im Martinuszentrum mit originellen Ideen zum Lachen. Das Thema des Abends war „Die Würfel werden neu gemischt“. Ein Spielzeugbagger führ durch das Publikum und auch ein Griff unter die Gürtellinie nicht aus.

Mit amüsanten, aber auch tiefgründigeren Liedern, Sketchen und viel Selbstgemachtem unterhielt die Kabarettgruppe „Fun Fatal“ ihr Publikum im gut gefüllten Martinuszentrum. Das ehemalige Quartett hat sich zwischenzeitlich zu einem Quintett mit Personalwechsel weiterentwickelt, dazu passte das Thema des Abends „Die Würfel werden neu gemischt“.

Petra Mesgen hat die Gruppe verlassen, dafür verstärken nunmehr Petra Heffels aus Heinsberg und Helmut Mossyrsch aus Gevenich das Linnicher Ehepaar Anne und Gerd Gottwald und Sandra Köberich aus Hückelhoven. Heffels verstärkte sogleich gesanglich souverän das bewährte Terzett, Mossyrsch hielt augenzwinkernd seinen Einzug als Abgesandter des Papstes. Im Laufe des Kabarettabends wuchs er vom Darsteller eines kleinen Jungen, der seine Rechenaufgabe 28 durch sieben nicht lösen kann, zum gräflichen Diener im legendären Nonsens „die Kuh Elsa“ heran. Beide Sketche strapazierten kräftig die Lachmuskeln der Zuschauer.

„Was einem bei einem Arztbesuch so alles passieren kann“ beleuchtete Anne Gottwald. Derweil sanierte ihr Mann Gerd die Finanzen von Bund, Ländern und Gemeinden mit einer Wette in Millionenhöhe und einem kräftigen Griff unter die Gürtellinie – was dem Publikum sehr gefiel. Sandra Köberichs Stärke sind ihre Songs, mal ernst, mal heiter und ironisch, und mitten aus dem Leben gegriffen. „Männer muss man loben, dann bleiben sie oben … und danke, danke für die Blumen von der Tanke“ lautete einer ihrer Titel.

Doch auch im Sketch überzeugt sie. So unterrichtete sie Anne Gottwald darin, wie man mit einem Nudelholz die Festplatte ihres Ehemanns löschen kann, um ihn mit der App „Make a man“ mittels Bluetooth wieder neu zu booten, leider unterlief ihr dabei ein fataler Fehler. Besonders köstlich war die Gemeinschaftsproduktion der Gruppe, die „Halluzinationen unseres kreativen Gehirns“ im Supermarkt und in der Kneipe veranschaulichte. Englischsprachige Liedtitel wurden etwa in deutschsprachige Kaufwerbung uminterpretiert, ein Riesenspaß.

Linnicher Baustellenbezug hatte in der zweiten Programmhälfte Gerd Gottwalds musikalischer Beitrag mit Gitarrenbegleitung unter der Überschrift „Bodo, der Bagger“, während ein Spielzeugbagger durchs Publikum fuhr. Gemeinsam mit Newcomerin Petra Heffels startete Gottwald ferner den irrwitzigen Suizidversuch, sich per Flugthrombose das Leben zu nehmen. Der amüsante Kabarettabend ist am 28. September um 19.30 Uhr erneut im Martinuszentrum zu sehen. Einlass ist um 19 Uhr.

(ptj)
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