575 Jahre Brauchtumspflege: Die Hubertusschützen Linnich feiern Geburtstag

575 Jahre Brauchtumspflege : Die Hubertusschützen Linnich feiern Geburtstag

Die Schüsse, die am 3. November 1444 fielen, sollten in die Geschichte eingehen. Sie waren nicht nur entscheidend für den Ausgang der Hubertusschlacht, sondern auch der Beginn der St. Hubertus Schützengesellschaft Linnich.

„Obwohl die Jülicher erheblich zahlenmäßig unterlegen waren, haben sie diese Schlacht gewonnen und dabei waren die Schützen nicht unbeteiligt“, erzählt Alfons Batsch, der Präsident des Vereins. Nach der Schlacht teilten sich die Schützengruppierungen in die sogenannten „jungen“ und „alten“ Schützen auf. Ab dem 19. Jahrhundert wurden dann aus den „jungen“ die Hubertusschützen.

575 Jahre später laden „die Grünen“ zu einem großen Sommerfest ein, um ihr Bestehen zu feiern. Der Verein wird dabei mit einer Medaille ausgezeichnet. „Das Schützenwesen ist immaterielles Kulturerbe und das wird jetzt vom Land gewürdigt“, erklärt Batsch. Am 23. und 24. August sollen die Feierlichkeiten in Linnich abgehalten werden. Während am ersten Tag, bei der Festkommers, nur geladene Gäste teilnehmen können, sind einen Tag später alle Mitglieder und Linnicher herzlich Willkommen. Gemeinsam soll das Vereinsleben gefeiert werden. Auch die kleinen Besucher werden auf einer Hüpfburg mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen. Ab 14 Uhr beginnt das Fest auf dem Kirchplatz in Linnich. Die Kapelle Enzian aus Güsten wird die Feierlichkeiten musikalisch begleiten. Der Höhepunkt des Tages ist um 18 Uhr die Verabschiedung des letzten Schützenkönigs Dirk Venrath.

„Um die Linnicher Schützen ranken sich einige Sagen“, resümiert der Präsident lächelnd. Dabei denkt er auch an jene namensgebende Schlacht in Linnich. Die Schlacht am Hubertustag, die der unterlegene Herzog Gerhard II. überraschend gewann. Diese Sagen und die tatsächliche Geschichte sollen nun gefeiert werden.