Weihnachtsfeier des Eifelvereins im AWO-Zentrum: Die Geschichte des müden Weihnachtsengels

Weihnachtsfeier des Eifelvereins im AWO-Zentrum : Die Geschichte des müden Weihnachtsengels

„Der müde kleine Weihnachtsengel“ Sarah, der zum ersten Mal auf die Erde fliegen und die Wunschzettel der Kinder einsammeln darf, stand im Mittelpunkt der Adventsfeier des Eifelvereins im AWO-Heim – und damit die aufführende Jugendgruppe.

Sarah ist sich der Wichtigkeit ihrer Aufgabe bewusst und erklärt es ihrer Puppe: „Nur wenige Engel werden dazu auserwählt. Die meisten arbeiten hier in der Himmelswerkstatt und basteln Geschenke oder schrubben die Sterne blank“. Weil sie aber vor Aufregung nachts kein Auge zugemacht hat, schläft sie mit ihre Puppe im Arm noch auf der kleinen Wolke vor der heimischen Weihnachtswolke ein. Die Oberengel Rebekka und Magnus fliegen runter zur Erde und können Sarah nirgends finden.

Als sie gerade einen himmlischen Suchtrupp zusammenstellen wollen, finden sie Sarah – und geben ihr fürs nächste Weihnachten eine neue Chance, in Begleitung eines erfahrenen Engels auf der Erde die Wunschzettel einzusammeln. Die detailreiche Aufführung mit Engeln beim Sterneputzen oder zwei kollidierenden Skifahrern verdiente begeisterten Applaus der vielen Senioren im großen Saal. Musikalisch wünschte die Jugendgruppe den an den Adventstischen versammelten Gästen ein „Merry Christmas“, an der Gitarre begleitet von Inge Bataille, die auch das sonstige musikalische Repertoire ansprechend untermalte.

Ein Gedicht mit dem Titel „Weihnachtstrubel“ aus den Reihen der Jugendlichen beschloss den Auftritt. Der inhaltliche Schwerpunkt lag in der letzten Strophe: „Doch wozu denn hetzen, eilen, schöner ist es zu verweilen und vor allem dran zu denken, sich ein Päckchen „Zeit“ zu schenken“. Eifelvereinsvorsitzender Heinz-Peter Claßen zeigte sich stolz auf die sehr aktive Jugendgruppe, die von Dagmar Klinkenberg, Nicole Reitz und Jutta Taube betreut wird. Der Eifelverein zählt 407 Mitglieder, 50 davon sind Jugendliche. „Wir bieten ihnen auch ein spannendes Programm. Sie gehen auch mal Schlittschuhlaufen oder Crossboulen“, betonte Claßen.

Als Belohnung für ihre Aufführung winkte den Kids gleich im Anschluss an die Adventsfeier eine Überraschung. Sie wurden in die Schwarzlichtminigolfanlage der „Bow‘l n Lounge“ nach Niederzier entführt. Weitere gemeinsam gesungene Lieder, vorgetragene Gedichte und Geschichten prägten die Adventsfeier. Zu den Liedtiteln zählten die Klassiker: „Alle Jahre wieder“, „Leise rieselt der Schnee“ oder „Tragt in die Welt nun ein Licht“. Ein Beispiel für eine Geschichte ist der „weihnachtliche Verzäll“ von Kläre Lay. Er spielt 1945 in Köln, wo Flüchtlinge mit deftigen Wurstbroten gespeist wurden. Mit List und Tücke stellen sich die direkt nach dem Krieg ebenfalls hungrigen kölschen Einheimischen immer wieder in neuen Rollen und Verkleidungen in der Bedürftigenschlange an, um sich satt zu essen und ihre Art Weihnachten zu erleben. Zum Nachdenken regte ebenfalls der Vortrag von Heinz-Peter Claßen an unter der Überschrift „Bitte keine Geschenke“.

(ptj)