Die GAL bleibt im Aldenhovener Rat ein Streitthema

Debatte im Rat : Die Gesamtschule bleibt ein Streitthema

Die Gesamtschule bleibt ein Streitthema in der Gemeinde Aldenhoven. Auf der jüngsten Ratssitzung brach sich teilweise schon Frust Bahn ob der Zusammenarbeit mit der Stadt Linnich.

Die beiden Kommunen betreiben die Gesamtschule Aldenhoven-Linnich (GAL) gemeinsam. Aber offenbar nicht in trauter Eintracht.

Hinter vielem Ärger steckt direkt oder indirekt die bisher nicht erfüllte Hoffnung des Aldenhovener Rats, dass neben der Unterstufe auch die Klasse 8 in Aldenhoven unterrichtet wird. Bisher wird ab der Klasse 8 alles in Linnich beschult. Aber auch sonst bot das Thema GAL reichlich Nährboden für Unmut. Beispielsweise mit der Mitteilung, dass Aldenhoven außerplanmäßig tiefer für den Schulbetrieb am Standort Linnich in die Tasche greifen muss als bisher vermutet.

Die Stadt Linnich hat der Gemeinde Aldenhoven eine Rechnung zukommen lassen, auf der ein Teil der Betriebskosten ausgewiesen ist. 131.000 Euro muss Aldenhoven zahlen für 2017 und 2018, inklusive einer Rückstellung für 2019. Der Rat hat sich nach einer emotionalen Debatte dazu entschieden, die Zahlung noch nicht zu beschließen, die FWG-Fraktion hat sich bei der Abstimmung enthalten. „Die Recherchen zu dem Thema sind noch nicht abgeschlossen. Unser Stand bis heute war, dass uns am Standort Linnich keine Mehrkosten entstehen. Jetzt präsentiert man uns eine Rechnung“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Georg Krapp.

Für die Gemeindeverwaltung erklärte Franz-Josef Krieger, dass die Kostenbeteiligung Pflicht sei und warnte vor der Signalwirkung, die ein Verschieben der Abstimmung in Richtung Linnich haben könnte. „Das Signal in Richtung Linnich ist mir egal. Das sind unsere Gelder“, entgegnete SPD-Fraktionsvorsitzender Markus Buder. Dieter Froning (FWG) merkte an, dass „dieses Konstrukt mit Linnich so nicht tragbar“ sei und das so „keine vertrauensvolle Zusammenarbeit“ aussehe. „Aldenhoven steht hier auf der falschen Seite des Vertrages. Der Vertrag ist nämlich in dem Bewusstsein geschlossen worden, dass die 8. Klasse nach Aldenhoven zurückkommt.“

Jetzt zeige sich, so Froning weiter, dass die Aldenhovener Verwaltung im Entstehungsprozess der GAL lückenhaft beziehungsweise fehlerhaft gearbeitet habe.

Grundsätzlich aber bestritt keine der Fraktionen die Verpflichtung, Teile der Betriebskosten am Linnicher Standort bis 2022 mitzutragen.

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