Jülicher Land: Dichtheitsprüfung: Titz betroffen

Jülicher Land: Dichtheitsprüfung: Titz betroffen

Die Dichtheitsprüfungen von privaten Abwasserleitungen dürften nach dem Mehrheitsbeschluss des Landtages für die meisten Grundeigentümer entfallen — auch im Jülicher Land. Prüfungen sind nur noch verpflichtend bei bebauten Grundstücken in Wasserschutzgebieten und grundsätzlich bei gewerblichen und industriellen Abwässern.

In der Stadt Jülich zum Beispiel gibt es so gut wie keine betroffenen Privatgrundstücke nach einer ersten Auskunft von Hans-Günter Ervens, Leiter des Bauverwaltungsamtes. „Wir können also relativ entspannt damit umgehen.“ Das gilt allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Stadtrat keine neue Satzung zur Dichtheitsprüfung wünscht, was durch den Landtagsbeschluss möglich wird. Das scheint aber unwahrscheinlich. Außerdem müsste der Rat die bereits beschlossene Satzung wieder außer Kraft setzen.

In der Gemeinde Titz — im Zen-tralort selbst — gibt es ein Wasserschutzgebiet, in dem Dichtheitsprüfungen notwendig werden. Die Verwaltung will — wie die meisten Nordkreis-Kommunen — die „Rechtsverordnung“ zum neuen Gesetz abwarten. Das hatte der Städte- und Gemeindebund am Donnerstag empfohlen. Dann sind die Mindestanforderungen klar, und Gemeinden wie Titz könnten sich daran orientieren. Auch in Aldenhoven gibt es kein betroffenes Wasserschutzgebiet.

(vpu)
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