Titz: Deutsches Rotes Kreuz: Titzer Ortsverein fusioniert mit dem Kreis

Titz: Deutsches Rotes Kreuz: Titzer Ortsverein fusioniert mit dem Kreis

„Zur Sicherung seiner Positionierung” bildet der Ortsverein Titz des „Deutschen Roten Kreuzes” (DRK) mit dem Kreisverband Jülich „ein großes starkes Einzelgebilde” und folgt damit dem Beispiel des OV Jülich.

Die Fusion wurde auf der somit letzten Jahreshauptversammlung des Ortsvereins im Titzer Rathaus einstimmig beschlossen. Aufgrund ernsthafter Überlegungen zur Neuordnung, die bereits Thema auf der Vollversammlung im Oktober 2007 war, hatte der Vorstand die Jahreshauptversammlung 2008 immer weiter hinausgeschoben und schließlich ganz darauf verzichtet.

Schwieriges Verfahren

DRK-Kreisverbandsgeschäftsführer Uwe Palmen war als Referent zu dem schwierigen formellen Verfahren eingeladen. Er stellte die neuen Gesetzesstrukturen vor, denen das Umwandlungsgesetz und die Vereinssatzung zugrunde liegen. Der Ortsverein geht in den Kreisverband über und überträgt ihm sein gesamtes Vermögen. Daraus geht eine Stärkung des Kreisverbandes mit mehr „Manpower” und größerem Zuständigkeitsbereich hervor.

Um „Ängste zu nehmen”, sorgt eine Klausel für ein Mitspracherecht des OV bei Verwendung seines Vermögens in den nächsten fünf Jahren. „Ihre Rotkreuzarbeit selber wird sich nicht verändern. Wir sind darauf angewiesen, dass Sie hier vor Ort sind”, betonte Palmen. Mit der Zustimmung der Mitglieder kann nun die „Maschinerie anlaufen”, zu der die notariell beaufsichtigte Unterzeichnung des „Verschmelzungsvertrages” durch jeweils zwei Vorstandsmitglieder und dessen notarielle Beurkundung zählen. Diese wird auf der „Verschmelzungsversammlung” gültig, wenn mindestens drei Viertel der Anwesenden zustimmen.

Besiegelt ist der Vertrag schließlich mit der Eintragung ins Vereinsregister des aufnehmenden Vereins. Vorsorglich hatte Ortsvereinsvorsitzender Josef Nüßer bereits den 8. Dezember als notariellen Termin zur beschließenden Versammlung abgestimmt, bis dahin erfolgt fristgerecht die Einladung und die Offenlegung aller Unterlagen. Zudem wird die Zustimmung des Ortsvereinsvorstands eingeholt.

Es folgten die Berichte für die Jahre 2007/08 und 09. Für 13 aktive Mitglieder und „einige fleißige Hände”, die bei fünf Blutspendeterminen und acht weiteren Betreuungen plus zwei Seniorennachmittagen jährlich unentbehrlich sind, bedankte sich Gemeinschaftsleiterin Margarethe Jongedyk. Nach Betreuungsproblemen und unsachgemäßer Nutzung ist die Kleiderkammer ab sofort wieder geöffnet, an jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat von 14 bis 16 Uhr.

Die Jahresberichte der Schatzmeisterin Gertrud Meinen verdeutlichten schließlich die Richtigkeit zur Fusionsentscheidung. Denn „ein Großteil des Aufwandes besteht darin, im OV arbeitsfähig zu bleiben”, wie der Vorsitzende es ausdrückte. So sank das Vereinsvermögen von 11.236,88 Euro Anfang 2007 kontinuierlich auf 2575,84 Euro Ende Juni 2009, die Hauptkosten verursachte der Bus. Im vergangenen Jahr standen diesbezügliche Ausgaben von 6337,60 Euro Einnahmen von 179 Euro gegenüber.

Impfstatus Schweinegrippe

Im abschließenden Tagesordnungspunkt „Verschiedenes” betonte Palmen die Wichtigkeit regelmäßiger Schutzuntersuchungen und eines aktuellen Impfstatus für Rotkreuzler, die mit Anlaufen der Impfperiode gegen Schweinegrippe zügig berücksichtigt werden sollen.