Jülich: Der SPD-Ortsverein Jülich ehrt treue Mitglieder

Jülich: Der SPD-Ortsverein Jülich ehrt treue Mitglieder

„Jülich ist eine Stadt, die schon immer vom Neuen und Fremden gelebt und profitiert hat: Von den Römern über Pasqualini, den Franzosen bis zu den vielen internationalen Mitarbeitern des FZJ“. Deshalb kann SPD-Vorsitzender Marco Maria Emunds die „Ignoranz und Aggressivität“, als Reaktion auf den Artikel unserer Zeitung über die Unterbringung von Flüchtlingen in der „Alten Post“ nicht nachvollziehen, die vor allem im Internet geäußert wurden.

Solidarität sei vor allem den Sozialdemokraten „Aufgabe und Pflicht“. Emunds rief auch dazu auf, sich an die „eigene politische Nase zu fassen“. Es werde zu viel über Kosten und zu wenig über den konkreten Menschen gesprochen.

Anlass seiner Rede war die Weihnachtsfeier der Sozialdemokraten im frisch renovierten AWO-Heim, das seine Aufwertung vor allem dem Einsatz von Martin Marquardt zu verdanken hat. Emunds dankte den helfenden Händen vor der Kommunalwahl, dem Ortsverein mit seinen Arbeitsgemeinschaften und den Jusos, die sich im Kampf gegen rechte Schmierereien hervorgetan hatten.

Innerhalb der Großen Koalition bezeichnete er die Sozialdemokraten als Motor, unter anderem bei den Brennpunkten Lehrschwimmbecken, Eichhorn oder Flüchtlingspolitik. In seinem Ausblick deutete Emunds auf zwei wichtige Wahlen hin und nannte Peter Münstermann als Landratskandidat „mit dem Herz am rechten Fleck“. Dem noch ungenannten Bürgermeisterkandidaten sollte vor allem „diese Stadt am Herzen liegen“. Hier laufe ein Zuversicht gebender Prozess. Anstelle des traditionellen Frühjahrsempfangs wollen die Genossen künftig mit der „Jülicher Klippe“ wieder das soziale Engagement in Jülich würdigen und stärken.

Mit einer besonderen Ehrung begann der offizielle Teil der Feier. Aufgrund „langjähriger Verdienste und seines besonderen Engagements“ wurde Hans Meyer als Ehrenmitglied in die Partei aufgenommen. Hans Peter Bochem präsentierte eine Fotoschau über das 40-jährige politische Leben von Hans Meyer, der „immer mittendrin“ war. Auf ihn bezogen sei das Motto „Tu was mit der SPD“ mehr als passend. Meyers wichtigste Themen seien die Entwicklung der Stadt und ihrer Dörfer sowie die Landesgartenschau gewesen. Unter vielen genannten Beispielen sei an Meyers SPD-Businitiative erinnert: „Es gab mal einen innerstädtischen Busverkehr im Stundentakt an zwei Samstagen vor Weihnachten, den Hans organisiert hat“, sagte Bochem. Emunds fand das alte Gleichnis „Wir stehen auf den Schultern eines Riesen“, besonders passend für Meyer.

Zudem wurden folgende langjährige Genossen geehrt: Für 50 Jahre Renate Chardin, Josef Hahn und Willi Schmidt (letztere beiden in Abwesenheit); für 40 Jahre Wolfgang Lingens (abwesend), für 30 Jahre Franz Josef Köhne, Staatssekretär Willi Schäffer, Albert Rademacher und Günter Dahmen (letztere drei in Abwesenheit). Für 25 Jahre wurde Doris Vogel geehrt.

Bereits im Herbst waren Bernd Granderath und Josef Krichel für 50 Jahre, Walter Massmann für 30 Jahre und Irene Launer-Hill für 25 Jahre ausgezeichnet worden. Ihr rotes Parteibuch erhielten zwei der fünf Neumitglieder: Florian Holländer und Mike Knöll, beide bereits „sehr aktive Jusos“.

(ptj)
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