Linnich/Aldenhoven: Der Antrag auf Gesamtschule ist unterwegs

Linnich/Aldenhoven: Der Antrag auf Gesamtschule ist unterwegs

Die Gesamtschule Aldenhoven/Linnich ist auf dem Weg. Am Donnerstag, einen Tag vor Fristablauf wurde der Antrag auf Errichtung der von den beiden Nachbarkommunen gewünschten Schule „persönlich bei der Bezirksregierung“ in Köln abgegeben, wie Linnichs Bürgermeister Wolfgang Witkopp gestern erklärte. 146 Seiten stark ist das Antragswerk. „Es enthält alle Vorgaben, das pädagogische Konzept, das Raumkonzept sowie alle Stellungnahme.“

Damit haben die beiden Kommunen ihren Teil erfüllt. Von Zufriedenheit sind die beiden Bürgermeister Witkopp und sein Aldenhovener Kollege Lothar Tertel aber weit entfernt. Im Gegenteil, sie sind in hohem Maße verärgert über Aktivitäten aus den Reihen der Kritiker des Schulprojekts. „Wir fragen uns, ob dieser Landrat noch unser Landrat ist“, wurde Witkopp konkret. Er zielte damit auf eine Einladung von Landrat Wolfgang Spelthahn an die Bundes- und Landtagsabgeordneten sowie die Einwender des Schulprojekts ab.

Diese sollten am kommenden Montag zu einem Gespräch „über die Situation“ zusammenkommen. Dieses wurde zwischenzeitlich abgesagt. Linnich und Aldenhoven gehörten nicht zu den Eingeladenen und wurden vorab auch nicht informiert.

Mit Unverständnis über ein solches Ansinnen reagierten auch die Vertreter der Eltern, für deren Kinder die Gesamtschule gedacht ist. Ulrike Lichtenberg, Elternratsvorsitzende der Johannesschule Siersdorf: „Eine richtige Alternative gibt es nicht.“ Miriam Mehls, Stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende der GGS Linnich bringt es auf den Punkt: „Die Eltern haben sich für die Gesamtschule ausgesprochen. Wir hatten ein hohes Ergebnis. Damit ist doch alles gesagt.“

Harald Groß von der Elternschaft der Marienschule Aldenhoven stellt mit Blick auf die Vorhaltungen der Gegner der Gesamtschule bitter fest: „Man denkt nicht für die Kinder, man kalkuliert mit ihnen.“

Sie alle dokumentieren die Überzeugung, dass die Gesamtschule das Beste für die Kinder beider Kommunen und ohne Alternative ist.