Aldenhoven: Das „Youngside” ist in Aldenhoven absolut tonangebend

Aldenhoven: Das „Youngside” ist in Aldenhoven absolut tonangebend

Das „Youngside” ist Aldenhovens Jugendtreff und nun um eine echte Errungenschaft reicher: Vor kurzem wurde ein modernes Tonstudio eingeweiht. Da lohnte sich schon ein kleiner „Festakt”.

Schließlich konnte der Jugend in dem Zusammenhang eine deutlich größere Fläche in der Baracke gegenüber der Franz-Vit-Sporthalle zur Verfügung gestellt werden, die bislang von der Käthe-Kollwitz-Realschule benutzt worden war.

„Am Anfang der Jugendarbeit stand der Bus, die „Wilde 13”. Hier wurden die Wurzeln gelegt.” Pfarrer Charles Cervigne erinnerte an die Vorzeit der Baracke, die die Jugend erst 2009 übernehmen durfte. Man habe in der Evangelischen Kirchengemeinde erkannt, dass Jugendarbeit professionell geleitet werden müsse. Mit Sozialarbeiter Lothar Thielen stand der richtige Mann zur Verfügung. Ihm stehen noch einige Ehrenamtler zur Seite.

Cervigne wies darauf hin, wie wichtig es ist, sich mit der Jugend zu befassen, damit sie nicht nach rechts abdriftet. Schließlich sei Aldenhoven vor einigen Jahren eine Hochburg der NPD gewesen.

Charles Cervigne zeigte sich stolz darüber, dass die Erweiterung und die Einrichtung des professionellen Tonstudios, wie es sich die Jugendlichen gewünscht haben, ausnahmslos mit eigenen Kräften zustande gekommen ist. Natürlich hatte man einige Sponsoren. „Aber es ist keine Arbeitsstunde bezahlt worden”, ergänzte Lothar Thielen.

Für die Einrichtung des Tonstudios hatte man mit Boris Bogdanovic einen exzellenten Fachmann gewinnen können. Dank sagte Lothar Thielen dem von Willi Dickmeis geleiteten Evangelischen Gemeindeverein, der für diese Einrichtung finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt hat.

Für die Zivilgemeinde sprach der stellvertretende Bürgermeister Leo Neulen den Dank für die erfolgreiche Jugendarbeit aus. In Rat und Verwaltung wisse man die Notwendigkeit und die Qualität dieser Arbeit sehr zu schätzen. Da sei man parteiübergreifend der gleichen Auffassung.

Lothar Thielen betonte, dass wöchentlich im „Youngside” rund 175 Jugendliche ein und aus gehen. An jedem Tag ist das Haus ab 16 Uhr geöffnet. Montags steht offene Jugendarbeit für Jungen und Mädchen auf dem Programm. Der Dienstag ist der Jungentag. Neben dem „Youngside” steht ihnen auch die Sporthalle zur Verfügung. Mittwochs ist der Tag der Integrationsarbeit, in der Regel mit 38 Jugendlichen. Donnerstags ist Yu-Gi-Oh angesagt, ein von den Jugendlichen zurzeit geschätztes Strategie-Kartenspiel.

Mädchentag ist der Freitag. Am Samstag ist bereits um 13 Uhr die Sporthalle geöffnet, und ab 15.30 Uhr wird die Fußball-Bundesliga in der Baracke auf Großleinwand übertragen, übrigens nicht nur für die Jugend, auch Erwachsene schauen da rein.

Mehr von Aachener Nachrichten