Fußball-A-Liga: Das Vorbereitungsprogramm für die Rückrunde stockt ein wenig

Fußball-A-Liga : Das Vorbereitungsprogramm für die Rückrunde stockt ein wenig

Ja, das Training haben alle A-Ligisten im Fußballkreis Düren aufgenommen. Um sich auf den Start in die Rückrunde vorzubereiten, der am Wochenende 9./10. März erfolgt. Doch das Wetter lässt das Vorbereitungsprogramm nicht im gewünschten Maß zu.

So fallen derzeit viele geplante Freundschaftsspiele aus, die Mannschaften absolvieren notgedrungen ihre Trainingseinheiten in der Halle. Was ist geplant, welche Spieler haben ihre Vereine verlassen, welche Trainer können neue Gesichter im Kader begrüßen? Die Sportredaktion hat Trainer und sportlich Verantwortliche um Antworten gebeten.

Mit einem 4:1-Heimsieg gegen den Hambacher Spielverein verabschiedete sich die Viktoria aus Birkesdorf in die Winterpause. Dies war am 18. November vergangenen Jahres, wo der letzte komplette Spieltag, der offiziell 13., in der A-Liga gespielt werden konnte. „Natürlich versuchen wir nun, zum Rückrundenstart an diesen anzuknüpfen“, sagt Trainer Lars Sachße. Dann erwartet man den SC Jülich 1910/97. Birkesdorf, aktuell in der Tabelle auf Platz 10, hat 14 von insgesamt 15 Paarungen der Hinrunde bestritten. „Wir sind gut gestartet, ich bin mit meiner jungen Mannschaft zufrieden“, sagt Sachße. Gekennzeichnet seien die Spiele durch ein ständiges Auf und Ab, was die sportlichen Leistungen anbelangt. „Aber dies ist völlig normal, wenn wir es schaffen, dass jeder in der restlichen Saison sein Level zu 100 Prozent erreicht, dann bin ich zufrieden.“ Abgänge musste die Viktoria keine hinnehmen, mit Avus Simsek konnte ein Neuzugang registriert werden. Der 24-Jährige kommt von Schwarz-Weiß Düren II. Mit zur Vorbereitung gehört die Teilnahme der Viktoria am Wintercup in Schophoven.

„Wir sind zufrieden, die Hinrunde ist nach unseren Vorstellungen abgelaufen, unser Trainerduo Macchambes Younga-Mouhani und Manuel Heidmann haben sehr gute Arbeit abgeliefert“, lobt und urteilt Thomas Schlammer als sportlicher Leiter von Düren 77.

Zwei Spiele aus der Hinrunde stehen beim Tabellenneunten noch aus. „Daraus wollen wir natürlich noch Punkte holen“, sagt Schlammer, der dem 1:2 im letzten Auftritt gegen die SG Nörvenich/Hochkirchen nachtrauert. Man will in den noch ausstehenden Spielen den Kontakt nach oben in der Tabelle herstellen. Dabei helfen soll der wieder zur Verfügung stehende Nico Oepen (war langzeitverletzt) sowie Neuzugang Roman Dosch, der bisher in Birkesdorf angemeldet war. Aus der Reserve kommt Eduard Kreis ins erste Seniorenteam. Verlassen haben den FC Mehmet Tasocak und Anoth Arulanandam, die, so Schlammer, aber sportlich den FC nicht weitergeholfen hätten, zurück zum SV Kurdistan gewechselt sind.

Herausragendes Torverhältnis

Mit dem Herbstmeistertitel und einem 6:0-Heimsieg gegen die SG Vossenack/Hürtgen am 14. Dezember – es war das letzte und einzige Spiel des 16. Spieltags, der am Ostermontag komplett nachgeholt wird – verabschiedete sich der Türkische SV Düren in die Winterpause, aus der man gut erholt zum Rückrundenstart gegen Düren 77 rauskommen will. „Natürlich sind wir zufrieden“, sagt der sportliche Leiter Zeki Polat, der insbesondere die Konstanz der Mannschaft lobt. Die holte aus 16 Spielen bisher 38 Punkte, weist mit 61:17 Treffern ein herausragendes Torverhältnis auf. Um Spielführer Mustafa Gültekin, der als Innenverteidiger 17 Tore schoss, formte Neutrainer Muharrem Sekerci eine spielstarke Mannschaft. „Unser Trainer wollte keine Neuzugänge, wir sind komplett zusammengeblieben. Wir wollen weiterhin ganz oben mitspielen“, umschreibt Polat die sportlichen Ziele. Als Mitkonkurrenten um die Spitzenposition sieht er den SV Kurdistan und Rhenania Lohn, die sich am Ostermontag messen werden, dann von den Verantwortlichen des TSV sicherlich beobachtet werden. Viermal in der Woche bittet der Trainer seine Akteure auf den Platz, wobei man auf die Sportanlage in Arnoldsweiler ausweichen darf. „Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr, wo wir 50 Jahre alt werden, vielleicht die Zusage der Stadt Düren erhalten, dass wir eine vernünftige Anlage bekommen“, wünscht sich der TSV-Obmann. Bevor es für den Türkischen SV wieder in die Pflichtspiele geht, stehen in den kommenden drei Wochen Testspiele gegen die Sportfreunde Düren (10.2.), Schwarz-Weiß Düren (17.2) und gegen den TuS Langerwehe (27.2) an. Erst ein einziges Vorbereitungsspiel konnte bestritten werden, das mit einer 0:6-Niederlage gegen den momentanen Landesliga-Zweiten TSV Walheim endete.

Aufsteiger SC Ederen erlebte vor dem Rückrundenstart im Heimspiel gegen Rhenania Lohn einen personellen Aderlass. Sechs Akteure verabschiedeten sich im Dezember und Januar. Simon Rothkranz und Mario Paulussen wechselten nach Germania Rurich, Hendrik von Wirth zog es nach Koslar II, Patric Kämmerlimg, Marvin Willms und David Harizi schlossen sich dem SV Jülich 1912 an. Für den im November zurückgetretenen Trainer Georg Rothkranz kam Daniel Reker, dem nun eine schwere Aufgabe zuteil wird. „Wir werden die Saison auf jeden Fall zu Ende spielen“, gibt sich erster Vorsitzender Günter Spelthann kämpferisch und zuversichtlich. Auch wenn lediglich noch 15 Spieler im Kader stehen. „Jetzt müssen vermehrt Akteure aus der Reserve ran“, meint er. Und was die Abmeldungen zur Winterpause anbelangt, da spricht er Klartext. „Natürlich ist dies schlecht, wenn sich die Leute auf den letzten Drücker abmelden. Da kann man als Verein ja gar nicht mehr reagieren, was mögliche Neuverpflichtungen anbelangt.“ Der SCE verabschiedete sich von den Fans am 2. Dezember mit einem vielbeachteten 2:1-Heimsieg gegen die Jülicher „Zehner“, der dem Tabellendrittletzten Hoffnungen gibt, am Ende der Saison doch noch den Klassenerhalt schaffen zu können. Gestartet wird mit dem Heimspiel gegen Rhenania Lohn.

Die erste Laufeinheit

Als einer der ersten Vereine der A-Liga startete die SG Nörvenich/Hochkirchen ins Vorbereitungsprogramm. Bereits Mitte Januar bat Trainer Marcel Notte die Spieler zur ersten Laufeinheit. „Auch wenn viele meiner Kollegen von so einem Training nichts halten. Ich musste dies als Spieler machen, verkehrt war es nicht, ich gehöre halt noch zum alten Schlag“, sagt er und lacht. Und zur Vorbereitung gehörte auch ein gemeinsamer Besuch in der Skihalle Neuss. „So ein Abend trägt zum Gemeinschaftsgefühl bei.“ Dass die Hin runde super lief, dies muss er angesichts des dritten Tabellenplatzes nicht betonen. Der soll im Restprogramm verteidigt werden. Auch wenn der Aufstiegsgedanke nahe liegt, aber als „SG“ kann man gemäß den Statuten nicht aufsteigen. „Dies ändert aber nichts an unserer Motivation, denn die Verantwortlichen sind dabei, einen „EV“ zu installieren. Dies muss allerdings bis zum 1. April über die Bühne gehen“, berichtet der 42-jährige Notte, der sich vorstellen kann, auch in seine vierte Saison mit Nörvenich-/Hochkirchen zu gehen. „Aber dies hängt auch von meinen Co-Trainer Patrick Pützer ab. Wenn der auch verlängert, steht einem weiteren Engagement nichts im Wege.“ Zwei neue Spieler konnte der Aufsteiger holen. Vom FC Düren kommt Felix Faure, vom SV Kelz Daniel Kuss.

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