Jülich: Das Museum Zitadelle Jülich feiert am Sonntag zweifach

Jülich : Das Museum Zitadelle Jülich feiert am Sonntag zweifach

Am morgigen 13. Mai findet der Internationale Museumstag statt, an dem sich das Museum Zitadelle von 11 bis 18 Uhr mit einem vielfältigen Programm beteiligt. Das Museum nutzt diesen Tag auch, um sein 25-jähriges Bestehen zu feiern. Das Jubiläumsjahr steht unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Armin Laschet und wird von Bürgermeister Axel Fuchs um 11 Uhr in der Schlosskapelle eröffnet.

Seit 25 Jahren vermitteln Ausstellungen und Veranstaltungen die Kultur und Geschichte unserer Region. So ist das Museum Partner in Bildungsangeboten, vermittelt Impulse für die Erinnerungskultur und offeriert archäologische Dienstleistungen. Dabei wird Zusammenarbeit groß geschrieben, alle großen Projekte wurden mit lokalen, regionalen und überregionalen Partnern realisiert. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens wurde ein umfangreiches Jubiläumsprogramm erstellt, das unter www.museum-zitadelle.de und www.museum25.de aufgerufen werden kann.

Das Motto des Museumstags „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“ bietet viele Möglichkeiten das Spektrum der Museumsarbeit und die Vernetzung der Museen vorzustellen. Neun Museen aus dem Kreis Düren tauschen Objekte aus und stellen sie ihren Besuchern vor. So machen sie auf das Netzwerk „Arbeitskreis Museen im Kreis Düren“ aufmerksam, eine erfolgreiche regionale Museumskooperation.

Am Internationalen Museumstag eröffnet das Museum die Gemäldeausstellung „Stürmische Zeiten“. Mit dem Ölbild „Autumnal Storm“ von Johann Wilhelm Schirmer gelangte ein Gemälde in die Jülicher Sammlung, das vor ca. 150 Jahren über die New Yorker „Dusseldorf Gallery“ in private Hände verkauft wurde und lange als verschollen galt.

Eine seltene antike römische Fibel mit Liebesinschrift, die in der Nähe von Hasselsweiler gefunden wurde, wird zur Keimzelle einer Blickpunktausstellung. Hochauflösende 3D-Scans bringen das Fundstück dem Besucher näher, eigens hergestellte Replikate erwecken es zu neuem Leben, und Vergleichsobjekte geben einen Eindruck von der Vielfalt und den Gemeinsamkeiten der raren Liebesfibeln in den römischen Provinzen.

Eine Fotostation im Schlosskeller zeigt Herzog Wilhelm V. hoch zu Ross, umgeben von Landsknechten. Ein Platz im Bild ist frei. Hier tritt der Besucher an die Stelle des Landsknechts und kann ein Selfie mit dem Herzog machen. In der Ausstellung „Herzog Wilhelm V.“ erfährt der Besucher mehr über das Leben des Herrschers, der die Zitadelle erbauen ließ. Die Ausstellungen „Das preußische Jahrhundert“ und „Fahndung nach Augustus“ gewähren weitere Einblicke in die Geschichte Jülichs.

Eintritt und Führungen durch das Museum und die 90.000 qm große renaissancezeitliche Festungsanlage sind am Museumstag kostenlos. Für Kinder werden spezielle Führungen, Papiertheater und Kreativworkshops angeboten. Kaffee und Kuchen gibt es auf der Bastion Johannes.

Hin- und Rückfahrt zu den Museen mit der Dürener Kreisbahn und der Rurtalbahn sind an diesem Tag frei.

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