Inden/Altdorf: Das luftigste Ja-Wort der Region

Inden/Altdorf: Das luftigste Ja-Wort der Region

„Wir wollten an einem besonderen Ort heiraten, aber nicht klassisch auf einer Burg oder so“, beschrieb Bräutigam Andreas Wollermann (27) die Motivation zur Hochzeit auf dem Indemann. Dass es eine Premiere sein würde, das ahnten er und seine Braut Irina Marten (29) allerdings nicht.

Wegen des äußerst launenhaften Wetters in den Tagen vor der Trauung war nicht nur das Brautpaar aus Dürwiß, sondern auch die Indener Standesbeamtin Gisela Wacker „etwas aufgeregt“. Auch die „Möbelbestellung“ habe nicht so richtig geklappt, so Wacker. In strömendem Regen wäre die Hochzeitsgesellschaft auf das Trauzimmer im Indener Rathaus ausgewichen — aber ungern. Ein geschlossener Raum auf dem Indemann werde laut Wacker erst 2014 umgesetzt.

Viele Menschen hatten die Daumen gedrückt, und es klappte: Es war im achten Stock, in einer Höhe von 24 Metern bei etwa 13 Grad etwas zugig, aber trocken, die Hochzeitsgesellschaft erleichtert. In ihrer Ansprache verglich die Standesbeamtin die Ehe detailreich mit dem Wetter, das uns „immer einen anderen Eindruck von unserer Umgebung vermittelt“, betonte aber: „Wir sind nie dem Wetter ganz ausgeliefert.“ Die Eheschließung sei „das persönlichste und größte Wahlrecht, das Ihnen zusteht“.

Als Rat gab sie den jungen Eheleuten mit dem Familiennamen Wollermann vor allem mit auf den Weg, „selbst auch der richtige Partner zu sein“, und wünschte „immer gutes Ehewetter mit vielen Sonnentagen“.

Während der Trauzeremonie war der Aussichtsturm für die Öffentlichkeit gesperrt. Das anschließende Fotoshooting in luftiger Höhe ließ einige Schaulustige interessiert hinauf blicken.

Es war die erste Trauung auf der Edelstahl-Konstruktion; sie wird bestimmt nicht die letzte gewesen sein.

(ptj)
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