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Das Kreishaus in Jülich: Ein großer Wurf für die Stadt

Montag öffnet das Kreishaus in Jülich : „Großer Wurf“ für die Stadt Jülich

Am Montag beginnt der Betrieb im neuen Kreisverwaltungsgebäude in Jülich. Dann gibt es erstmals seit 1972 wieder alle Dienstleistungen des Kreises in Jülich.

Schon häufiger hatte Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) von der Korrektur eines Fehlers gesprochen, der begangen worden sei, als der Kreis Jülich zum 1. Januar aufgelöst worden und dem Kreis Düren zugeschlagen worden war. Der Fehler habe darin bestanden, die Verwaltung komplett nach Düren zu verlagern. Der sei jetzt korrigiert worden, sagte Spelthahn am Freitag, als der Neubau des Kreisverwaltungsgebäudes an der Düsseldorfer Straße in Jülich eingeweiht wurde. Ab Montag stehen den Bürgern seit 1972 erstmals wieder alle Leistungen der Kreisverwaltung in Jülich zur Verfügung; montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 13 Uhr. „Wir können die Zeit nicht zurückdrehen“, sagte Spelthahn. „Aber wir können ein wertschätzendes Zeichen setzen, dass der Kreis Düren zwei wichtige Säulen hat: Düren und Jülich.“

Das Jülicher Kreishaus sei auch kein kleines Kreishaus, wie Spelthahn erklärte. So ist das Bauprojekt bisher genannt worden. Es gebe alle Dienstleistungen, da könne von klein keine Rede sein. Fünf Millionen Euro hat der Neubau gekostet, der als Anbau an das Alte Rathaus entstanden ist. Sowohl der Kostenrahmen als auch der Zeitplan seien eingehalten worden.

Viergeschossige Bauweise

Das erste Stück der Kreishaus-Torte händigte Landrat Wolfgang Spelthahn an Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs aus. Foto: Guido Jansen

Im Dezember 2017 hatten die Abrissarbeiten an der Rathauspassage begonnen, Baubeginn war im April 2018. Entstanden ist auf einer Fläche von 937 Quadratmetern eine Nutzfläche von 2109 Quadratmetern in viergeschossiger Bauweise.

In seiner Ansprache hatte Spelthahn im Spaß angedeutet, dass ein Risiko bestehe, wenn Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs (parteilos) das letzte Wort hat. Fuchs nutzte seine Chance, um im lokalpatriotischen Ton die Gäste im „großen Kreishaus“ willkommen zu heißen. Leises Lachen und breites Grinsen erntete Fuchs für seine Anmerkung, dass man jetzt das nächste Projekt in Angriff nehmen könnten. „Jetzt können wir uns mit der Frage beschäftigen, ob dieser Kreis endlich Kreis Düren-Jülich heißen soll“, sagte er. Wesentlich war das Lob, das Fuchs für das Kreishaus-Projekt und die Köpfe dahinter übrig hatte. „Für unsere Stadt ist das ein großer Wurf. Und es ist fast ein Symbol für den Strukturwandel. Heute sagen viele, dass angepackt werden soll. Hier ist angepackt worden.“

(jan)