„Cupful Swill“ veröffentlicht erste EP im Kulturbahnhof

Modern Folk : „Cupful Swill“ sorgt für musikalische Klänge im Kulturbahnhof

Das Duo „Cupful Swill“ hat im Kulturbahnhof ihre erste EP, also eine Art Mini-Album, veröffentlicht. Ganz im Sinne des Eventmottos „A Cupful of Friends“ traten an diesem Abend noch „Fluegge“ und „Forger“ auf.

Die Konzertnacht wurde von „Fluegge“ eröffnet. Das Duo aus Sven Käsgen und Tobi Peters, beide mit Gitarre und Gesang, begannen das Event mit sozialkritischen Songs. Darunter auch das Lied „Voll im Trend“. „Durch die sozialen Medien hat sich die Gesellschaft zum negativen entwickelt. Wir nehmen uns da nicht aus“, sagte Tobi Peters zu diesem Titel. So lautet eine Zeile des Songs: „Wir sind blind, abgestumpft und übersättigt, haben keine Wut, wir haben Amazon und Netflix.“ Auch im Stil des Akustikpunk wurde gleich zweimal „Bis hier hin“ zu Gehör gebracht. Dazu Sven Käsgen: „Die Gesellschaft schreibt einem vor, wie man sein soll. Dagegen sollte man sich wehren.“

Während des Auftritts von „Fluegge“ zogen die beiden Musiker ihre Kabel aus der Gitarre und sprangen ohne Mikrofon in das Publikum, das sich vor der Bühne versammelt hatte. Andere Besucher standen an der Theke der KuBa-Kneipe und unterhielten sich angeregt. Auf den Gig achteten sie dabei eher weniger. „Gerade wenn man ein Akustikkonzert besucht, finde ich es blöd, wenn man sich an die Theke stellt und laut Gespräche führt. Wir sind dann ohne akustische Verstärkung von der Bühne, um das Ganze etwas aufzulockern“, sagte Tobi Peters.

Danach feierte das Publikum mit „Forger“. „Man kennt sich hier in Jülich und wenn hier eine neue Band entsteht, dann kriegt man das mit und verfolgt das“, sagte Roman Schmitz, Sänger und Gitarrist von „Forger“, mit Blick auf die junge Band „Cupful Swill“.

Passend zu der Atmosphäre des Abends spielte „Forger“ im Akustikstil. Besonders trat hierbei das Instrument von Tom Schmidt hervor. Neben seinem Hintergrundgesang tauschte er für den Auftritt sein Schlagzeug gegen das Gitarrenverstärkercase, wobei er mit dem Fußpedal während des Gigs den Takt bestimmte. Komplementiert wurde das „Schlagzeug“ durch eine kleine Trommel und ein paar Becken. Mit Niklas Schmitz an der Bassgitarre spielte die Gruppe beispielsweise den Song „1933“, der für die Art des Events um 15 Beats pro Minute langsamer gespielt wurde. „Wir wollen durch das etwas langsamere Spielen des Songs die Message mehr rüberbringen. Das Lied richtet sich gegen rechts. Am Mittagstisch der Mitte hört man immer mehr braunes Gewäsch“, sagte Roman Schmitz zu dem Lied.

Dann wurden Barhocker mit passendem Tisch auf die Bühne des KuBas gestellt. Darauf drapiert eine Auswahl an Whiskey. Simon Jülicher (Gitarre) und Andre Cremer (Mundharmonika, Gitarre, Mandoline) begannen als Duo „Cupful Swill“ und sangen ihre Lieder des Modern Folks. Hierbei wurde auch das Lied „Cupful Swill“ gespielt, bei dem es darum geht, „das zu spielen, was man möchte“, wie Andre Cremer sagte. Zusammen mit der Gastsängerin Mandy Wimmers gab das Duo weiter „Anyway“ und „This Path“ zu Gehör.

Besucher Nico Schulze sagte zu der Musik: „Ich finde die Stimmung gut. Sie entspannt ein bisschen und passt, wenn man mit Freunden einen trinken geht.“ Der Auftritt fand anlässlich der Veröffentlichung der ersten EP von „Cupful Swill“ statt.

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