Jülich: Christuskirche wirkt jetzt viel größer

Jülich : Christuskirche wirkt jetzt viel größer

Die mehrfach aufgeschobene Renovierung der Jülicher Christuskirche, die auch mit einer zweimonatigen Schließung verbunden war, endet am Dienstag mit dem Einbau einer neuen Leinwand. Die evangelische Kirchengemeinde hat das Gotteshaus nicht nur renovieren lassen, sondern auch die Technik auf den neuesten Stand gebracht.

Die Arbeiten machten eine zweimonatige Unterbrechung des normalen Betriebs unausweichlich. Die Verantwortlichen sind nun zum Ende der Maßnahme sehr zufrieden: „Es wurde tolle Arbeit geleistet und der Zeitplan eingehalten. Eine Punktlandung“, sagte Norbert Rauland, der im Bauausschuss der evangelischen Kirche tätig ist.

Unter anderem wurde eine moderne neue Lichtanlage installiert. Dafür wurden die herunterhängenden Kugellampen an der Decke demontiert und durch LEDs direkt an der Decke ersetzt. „Die Lampen wirkten früher wie eine optisch niedrigere Raumdecke, durch die die neue Beleuchtung wirkt der Raum viel größer“, sagt Pfarrer Horst Grothe.

Neben der längeren Lebensdauer, die die LED gegenüber den alten Leuchtmitteln haben, kann die Kirche per Knopfdruck auf sechs unterschiedliche Arten ausgeleuchtet werden — mit einstellbarer Helligkeit. Beispielsweise kann nur der Kirchenchor oder nur der Altar oder die gesamte Kirche angestrahlt werden, was dem Ambiente dienen soll. Weitere Highlights der neuen Lichtanlage sind die Hintergrundbeleuchtung der Orgel und eine rahmengebende Farblichtumrandung des Kreuzes hinter dem Altar, bei dem „die Farbe des Lichtes auf die liturgische Farbe des aktuellen Festes angepasst werden kann“, wie Rauland erklärte. Auch bei der Tontechnik ist einiges passiert. Neben neuen Lautsprechern wird der Ton auch über eine Induktionsschleife übertragen. Personen, die ein Hörgerät tragen, können mit der Hörhilfe den Ton durch diese elektrischen Signale empfangen und damit dem Geschehen besser folgen.

Letzter Bestandteil der multimedialen Erneuerung ist ein festinstallierter Projektor, der hinter den Bänken angebracht wurde und an den über eine Steckdose auch ein Wiedergabegerät angehängt werden kann. So können Bild und Ton übertragen werden. Übrigens gibt es von den normalen Stromsteckdosen seit der Renovierung deutlich mehr als vorher.

Parallel zu diesem Umbauten wurde die Kirche visuell verschönert. Die Wände bekamen eine neue, weiße Farbe, nachdem Setzrisse, die nebenbei für die Statik des Gebäudes nicht gefährlich sind, zugespachtelt wurden. Die Ornamente erhielten einen hellen Grauton. Das Parkett des Altars sowie der restliche Fliesenboden wurden abgeschliffen beziehungsweise gereinigt und sind nun deutlich heller als vorher.

Überdies wurden auch die Möbel nicht ausgelassen. Die Bänke und andere Möbel wurden überholt und Halterungen für Gehstöcke an die Sitzgelegenheiten angebracht.

Das Ziel der Maßnahmen war laut Pfarrer Udo Lenzig sehr eindeutig: „Der Sinn der Renovierung ist, dass sich unsere Besucher wohlfühlen. Das steht für uns an erster Stelle.“

Am Dienstag wird die neue Leinwand für den Projektor geliefert. Dann ist die Ertüchtigung der Christuskirche endgültig abgeschlossen.

Die Renovierung war im Grunde schon seit fünf Jahren geplant. Allerdings kam immer wieder etwas dazwischen. Unter anderem musste die Heizung ersetzt und das Fundament der Kirche trockengelegt werden.

Aber die Arbeit an einer großen Immobilie endet ja bekanntlich nie. Die evangelische Kirchengemeinde hat den Ersatz der verzogenen Kirchentüre oder die Sanierung der Orgel auch schon ins Auge gefasst.

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